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Edward Belcher

Sir Edward Belcher, KCB (* 27. Februar 1799 in Neuschottland; † 18. März 1877 in London) war ein britischer Seefahrer und Polarforscher.

Belcher wurde 1825 dem Kapitän Frederick William Beechey beigegeben und machte dessen Reise zur Beringstraße mit. An Beecheys Stelle wurde Belcher 1836 Befehlshaber der Schiffe Sulphur und Starling, mit denen er bis 1842 eine Reise um die Welt unternahm. Die lange Dauer erklärt sich dadurch, dass er sich während dieser Reise auch an den Kämpfen gegen die Chinesen beteiligte. Für diese Taten erhielt er die Würde eines Knights (Ritters) und wurde zum Postkapitän ernannt.

Bald darauf wurde er zur kartographischen Aufnahme der Küsten von Borneo und Japans ausgesandt.

In seiner letzten Unternehmung leitete Belcher 1852 die große Suchexpedition nach John Franklin, nachdem die Schiffe Intrepid und Pioneer im Eis stecken blieben. Wenn dies auch erfolglos blieb, so erforschte Belcher wenigstens die Meerenge Penny mit Schlitten und kam bis zum Jones-Sund. Nach ihm wurden die Belcherinseln benannt. 1854 kehrte er nach dem Verlust mehrerer Schiffe in die Heimat zurück. Daraufhin wurde er vor ein Kriegsgericht gestellt, jedoch freigesprochen. Er verteidigte sich später in seiner Schrift The last Arctic voyages (2 Bde., London 1855).

1864 wurde Belcher zum Konteradmiral der roten Flagge ernannt und 1866 auch Vizeadmiral. Edward Belcher starb am 18. März 1877 in London.

Werke

Personendaten
Belcher, Edward
Englischer Polarforscher
27. Februar 1799
Neuschottland
18. März 1877
London