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Ein wahres Verbrechen

Filmdaten
Deutscher Titel: Ein wahres Verbrechen
Originaltitel: True Crime
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1999
Länge (PAL-DVD): 122 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Larry Gross, Paul Brickman, Stephen Schiff
Produktion: Richard D. Zanuck, Lili Fini Zanuck, Clint Eastwood
Musik: Lennie Niehaus, Clint Eastwood, Carole Bayer Sager, Katherine Davis, Henry Onorati, Harry Simeone, Linda Thompson
Schnitt: Joel Cox
Besetzung

Ein wahres Verbrechen ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1999. Regie führte Clint Eastwood und die Verfilmung basiert auf einer Novelle von Andrew Klavan. Die Hauptrollen spielten Clint Eastwood und Isaiah Washington.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Mechaniker Frank Beachum sitzt im Gefängnis, verurteilt zur Todesstrafe wegen Mordes an einer Kassiererin.

Es ist der Tag vor der Hinrichtung. Michelle Ziegler, Reporterin der örtlichen Tageszeitung, des The Oakland Tribune, hatte den Auftrag Beachum zu interviewen. Sie kommt jedoch in der Nacht zuvor bei einem Autounfall ums Leben und so erhält nun Steve Everett den Auftrag, dieses Interview durchzuführen.

Bereits als er von seiner Assistentin über Beachums Fall eingearbeitet wird, regt sich sein Instinkt und er schöpft den Verdacht, dass an dem Fall etwas faul ist. Dieser Verdacht erhärtet sich im persönlichen Gespräch mit Beachum im Gefängnis und Everett beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln.

Everett spricht erneut mit den Zeugen und stöbert Michelle Zieglers Akten durch, die den Fall ebenso kritisch betrachtet hatte. Everett findet heraus, dass eine Zeugenaussage nicht der Wahrheit entsprechen kann. Und er ermittelt eine weitere, zum Zeitpunkt des Mordes anwesende Person, Warren Russel. Er sucht seine Familie auf, findet jedoch nur die Großmutter des möglichen Zeugen, der jedoch mittlerweile verstorben ist.

Während die Zeit bis zur Hinrichtung davonläuft, versucht Everett alles, um den Mordfall zu lösen; er legt sich sogar mit der Staatsanwältin an. Nichts gelingt und Beachums Leben scheint verloren. Die Vorbereitungen für die Hinrichtung laufen bereits.

Da entdeckt Everett zufällig den Schlüssel zur Lösung des Falls: Auf einem Foto der ermordeten Kassiererin entdeckt er an ihrem Hals das Medaillon, welches Warren Russels Großmutter nun trägt. Er kann die Hinrichtung im letzten Moment verhindern.

Kritik

„Mehr an einer melancholischen Selbstdarstellung als an einer argumentativen Auseinandersetzung mit der Todesstrafe interessiert, belässt Clint Eastwood die schleppende Handlung allzu sehr im unentschiedenen Bereich zwischen Krimi, moralischer Ehegeschichte und sozialem Kommentar.“

Film-Dienst [1]

„Das Ende […] ist eine Vision, ein schöner Traum von den Dingen, wie sie hätten sein sollen. Trotzdem bleiben wir etwas unbefriedigt am Schluß, wie das manchmal ist, wenn ein gewiefter Regisseur – Michael Mann kann das auch oder Sean Penn – das Happy End so euphorisch uns präsentiert, daß wir eine Ahnung bekommen – a hunch – er könnte das genaue Gegenteil gemeint haben.“

Regine Welsch: Artechock [2]

Sight & Sound lobte im Juni 1999 die Schauspielkunst von Isaiah Washington in einem üblichen Thriller, und hält Eastwoods Regie in narrativer Hinsicht für etwas wandernd oder nicht diszipliniert genug. [3]

„[…] größtenteils ist das ein gewohnt intelligenter Eastwood-Film, ein Thriller, der ungewöhnlicher- und ergreifenderweise aufmerksam menschlichen Emotionen gegenüber ist.“

– Time Out Film Guide [4]

Desson Howe fand am 19. März 1999 in der Washington Post, es sei ein Spaß, Ikone Eastwood anzuschauen, [5] das Deus-ex-machina-Ende sei nachgerade „lächerlich“ (laughable). [6] In der Parallelmontage aus Verfolgungsjagd und Hinrichtung im Finale fehle nur noch der Orang-Utan „Clyde“ aus Der Mann aus San Fernando, schrieb Peter Rainer 1999 im New York[7]

Erzählnachweise

  1. Filmdienst: Ein wahres Verbrechen. In: SevenOne Intermedia GmbH (Hrsg.): Kabeleins Filmlexikon. (Stand: 5. Mai 2008).
  2. Regine Welsch: Ein wahres Verbrechen (True Crime). In: Artechock. (Stand: 5. Mai 2008).
  3. John Wrathall: True Crime. (englisch) In: BFI Sight & Sound. 5. September 2006 (Stand: 5. Mai 2008). „As director, Eastwood's attention seems to wander from scene to scene: if a scene doesn't grab him, he just knocks it out and moves on to the next.“
  4. GA: True Crime (1999). (englisch) In: Time Out Film Guide. (Stand: 5. Mai 2008). „[…] for the most part this is another typically intelligent Eastwood film, a thriller that's unusually and movingly perceptive about human emotions.“
  5. Ähnlich Stephen Hunter: 'True Crime'. (englisch) In: The Washington Post. 19. März 1999 (Stand: 5. Mai 2008).
  6. Desson Howe: For Eastwood, It's a 'Crime'. (englisch) In: The Washington Post. 19. März 1999 (Stand: 5. Mai 2008).
  7. Peter Rainer: Stop the Dresses!. (englisch) In: New York. 22. März 1999 (Stand: 5. Mai 2008). „In one sequence near the end, […] all that's missing to make the scene complete is the orangutan Eastwood once co-starred with.“