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Talsperre Goldentraum

Talsperre Goldentraum
Luftseite der Staumauer, 2005
Lage: Niederschlesien, Polen
Zuflüsse: Queis
Größere Orte in der Nähe: Złotniki Lubańskie
Geographische Lage 51° 1′ 0″ N, 15° 21′ 17″ OKoordinaten: 51° 1′ 0″ N, 15° 21′ 17″ O
Daten Bauwerk
Bauzeit: 1919 - 1924
Höhe über Talsohle: 33 mdep1
Höhe über Gründungssohle: 36 mdep1
Höhe der Bauwerkskrone: ca. 311 m
Bauwerksvolumen: 37.300 m³dep1
Kronenlänge: 170 mdep1
Kronenbreite: 5 mdep1
Krümmungsradius: 250 mdep1
Daten Stausee
Höhe des Stauziels: ca. 310 m
Wasseroberfläche bei Vollstau: 125 hadep1
Speicherraum: 10,5 Mio. m³dep1
Einzugsgebiet: 284 (?) km²dep1
Stausee der Talsperre Goldentraum

Die Talsperre Goldentraum (polnisch Jezioro Złotnickie bzw. Zapora Złotnicka) wurde von 1919 bis 1924 bei Złotniki Lubańskie (Goldentraum) in Schlesien im heute polnischen Teil der Oberlausitz gebaut. Andere Angaben sprechen von einer Bauzeit von 1921 bis 1924; möglicherweise wurde erst 1921 mit dem Bau der Staumauer begonnen und vorher gab es Vorarbeiten.

Stausee

Dies ist die zweite Talsperre in der Nähe von Goldentraum nach der Marklissa-Talsperre. Der Zweck der Anlage ist Hochwasserschutz und Wasserkrafterzeugung, aber auch Freizeiterholung durch Baden und Schifffahrt. Ihr Stauinhalt beträgt 10,5 Mio. m³ bei Normalstau (und vermutlich 12 Mio. m³ bei Hochwasser).

Das gestaute Gewässer ist der Queis (Kwisa); der Stausee ist 8 km lang und die Wasseroberfläche ist 125 ha groß. Das Stauende liegt unterhalb der Greiffenberger Brücke. An den Hängen des Stausees wurden die “Seeschänke” nahe der Staumauer und das “Jugendseehaus” gebaut.

Die nächstgelegenen Orte sind Greiffenberg, Goldbach, Goldentraum (polnisch Złotniki Lubańskie), Hagendorf, Neuwarnsdorf (Friedersdorf) und Marklissa.

Staumauer

Die Staumauer ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer nach dem Intze-Prinzip. Sie ist 36 m hoch, besteht aus Bruchsteinmauerwerk und ist im Gneis gegründet. Auf der linken Seite hat sie einen seitlichen Überfall und eine kaskadenförmige Hochwasserentlastungsrinne.

Das Wasserkraftwerk hat 3 Turbinen zu je 1500 kW (also insgesamt 4500 kW).

Die Baukosten betrugen 2,1 Mio. Reichsmark.

Westlich ganz in der Nähe befindet sich die Talsperre:

und weiter östlich die

In der Nähe befindet sich auch die Ruine der Neidburg.

Die Informationen stammen aus: N. Kelen, Gewichtsstaumauern und massive Wehre, 1933 und den unten angegebenen Internetseiten.

Siehe auch: Liste der Talsperren der Welt