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JUDr.

Der akademische Grad eines Doktors der Rechtswissenschaften (tschechisch und slowakisch doktor práv), abgekürzt als JUDr., wird von den juristischen Fakultäten der meisten Universitäten in Tschechien und der Slowakei in einem Promotionsverfahren nach einem Rigorosum vergeben. Dieses Rigorosum besteht aus der Verteidigung einer Doktorarbeit und dem Ablegen einer Prüfung in einem weiteren Fach. Zulassungsvoraussetzung zu dem Promotionsverfahren zur Erlangung eines JUDr. ist in den verleihenden Ländern ein abgeschlossenes Magisterstudium der Rechte oder ein ausländisches Äquivalent wie etwa das erste juristische Staatsexamen in Deutschland.[1] [2]

Der Doktorgrad kann in Deutschland und Österreich in der verliehenen Form und seit dem EU-Beitritt beider Länder ohne Herkunftszusatz geführt werden. Das Führen dieses Grades in der Bundesrepublik Deutschland als "Dr." wird in den jeweiligen Hochschulgesetzen der einzelnen Bundesländer geregelt.[3] [4]

Quellen

  1. Tschechisches Hochschulgesetz 111/1998 vom 22. April 1998
  2. Slowakisches Hochschulgesetz 131/2002 vom 21. Februar 2002; novelliert 2007
  3. Infoblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom April 2008
  4. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 21. September 2001 i.d.F. vom 15. Mai 2008