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Ainaro (Distrikt)

Distrikt von Ainaro
Daten
Hauptstadt Ainaro
Fläche 797 km² (9.)
Einwohnerzahl (2004)[1] 52.476 (10.)
Bevölkerungsdichte 65,8 Einw./km² (6.)
Zahl der Haushalte (2004) 11.527 (9.)
ISO 3166-2: TL-AN
Subdistrikte Einwohner
Ainaro 12.640
Hatu Udo 8.817
Hatu Builico 10.807
Maubisse 20.212
Karte

Ainaro ist ein Distrikt von Osttimor (Timor-Leste). In Ainaro leben 52.476 Einwohner auf 797 km². Hauptstadt des Distriktes ist das gleichnamige Ainaro in den Bergen. Subdistrikte sind Ainaro, Hatu Udo, Hatu Builico und Maubisse. Während der indonesischen Besatzungszeit wurde der Subdistrikt Turiscai abgetrennt und dem Distrikt Manufahi angeschlossen, wofür Hatu Udo von Manufahi zu Ainaro wechselte. 2003 wurde der Subdistrikt Mape-Zumalai von Ainaro abgetrennt und dem Distrikt Cova Lima zugeschlagen.

Der Distrikt Ainaro vor der Gebietsreform 2003

Ainaro liegt an der Südküste Osttimors, an der Timor-See. Im Norden grenzt es an den Distrikt Aileu, im Osten an Manufahi, im Südwesten an Cova Lima, im Westen an Bobonaro und im Nordwesten an Ermera. Der Distrikt ist wasserreich und sehr fruchtbar. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind der aromatische Kaffee und Sandelholz, die hier wachsen. Im Norden von Ainaro, an der Grenze zu Ermera, liegt der Tatamailau (2960 Meter), der höchste Berg Timors.

Drei Viertel der Bevölkerung spricht die Nationalsprache Mambai als Muttersprache. Etwa 5.000 Bewohner Ainaros sprechen Tetum, etwa 3.000 Bunak und fast 500 Kemak als Muttersprache. Neben Katholiken, gibt es auch Protestanten und Muslime, die hier nachbarschaftlich zusammenleben.

Unabhängigkeitskampf von Indonesien

Landschaft bei Maubisse

Ainaro war der Stützpunkt eines großen Kontingents des indonesischen Militärs, das unterstützt durch Milizen in den Monaten nach dem Unabhängigkeitsreferendums vom 30. August 1999 eine Politik der verbrannten Erde betrieb und bis zu 95 % der Stadt Ainaro zerstörte.

In den Bergen Ainaros operierte die FRETILIN, die Unabhängigkeitsbewegung Osttimors unter Xanana Gusmão, dem späteren Präsidenten (2002-2007).

Quellen

  1. Statistisches Amt Timor-Leste Census 2004