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Grafschaft Vianden

Die Grafschaft Vianden entwickelte sich im Hochmittelalter und fiel durch Heirat im 15. Jahrhundert an das Haus Nassau. Ihre Stammburg, die Burg Vianden, liegt im Kanton Vianden im Norden des heutigen Luxemburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmals erwähnt wird 1090 ein Comes de Vianne namens Bertolf. Die Grafen von Vianden stammen dann von Gerhard von Sponheim, dessen Sohn Friedrich I. von Vianden vermutlich der Schwiegersohn des Bertolfs war.

1124-1152 tritt Friedrich I., Graf von Vianden und Vogt von Prüm in Erscheinung. Friedrich II. (Sohn von Friedrich I.) heiratete Elisabeth von Salm (Ardennen) und nannte sich auch Graf von Salm. Kurz später bildete sich ein eigener Familienzweig Salm-Vianden. Mit Heinrich I. erlangte die Familie von Vianden ihren Höhepunkt. Durch seine Heirat mit Margarete von Courtenay konnte Heinrich kurze Zeit die Markgrafschaft Namur übernehmen. 1264 geriet Familie und Grafschaft Vianden in Lehnsabhängigkeit zu den Grafen von Luxemburg. Gottfried I. von Vianden war Teilnehmer als Vassal des Herzogs von Brabant bei der Schlacht von Worringen. Mit Heinrich II. erlischt 1337 die Familie von Vianden im Mannestamm. Durch die Heirat von Simon III. von Sponheim-Kreuznach mit der Erbtochter Maria von Vianden 1346 kam die Grafschaft Vianden bis 1417 in die Hände der Grafen von Sponheim. Nach dem Tod von Elisabeth, der letzten Gräfin der vorderen Grafschaft Sponheim, übernahm Engelbert I. von Nassau-Dillenburg die Grafschaft Vianden.

Wappen

Das erste Wappen der Grafen von Vianden war: in rot ein silbernes Herzschild. Als Anspruch auf das Erbe der Markgrafschaft Namur, nahm Philipp I. dann das Wappen dieser Grafschaft an: in gold ein schwarzer Löwe, überzogen von einem roten Stab. Sein Sohn Gottfried I. wiederum nahm aus noch nicht ganz geklärten Gründen das Wappen seines mütterlichen Grossvaters Gottfried von Löwen, Herr von Perwez an: in rot ein silberner Balken.

Grafen von Vianden (unvollständig)

Grafen von Vianden aus dem Hause Sponheim

Bekannt wuden auch

Nebenlinien

Literatur