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Uetze

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 52° 28′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 51 m ü. NN
Fläche: 140,56 km²
Einwohner: 20.336 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31311 (alt: 3151, 3161, 3162 (Ortsteil Uetze), 3165)
Vorwahlen: 05147, 05173 (Ortsteil Uetze), 05177, 05175
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 018
Adresse der Gemeindeverwaltung: Marktstraße 9
31311 Uetze
Webpräsenz:
www.uetze.de
Bürgermeister: Werner Backeberg (SPD)
Lage der Gemeinde Uetze in der Region Hannover

Uetze ist eine Gemeinde und ein Marktflecken in der Region Hannover in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Uetze liegt am Südrand der Lüneburger Heide und hat überwiegend sandige Böden. Es wird von den Flüssen Fuhse und Erse, die aus dem Harzvorland kommen und in ungefähr nördlicher Richtung strömen, durchquert. Nordwestlich von Uetze mündet die Erse in die Fuhse, die bei Celle in die Aller mündet.

Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von etwa 140 Quadratkilometern.

Gliederung

Die Gemeinde besteht aus den (ehemals selbständigen) Ortschaften Altmerdingsen, Dedenhausen, Dollbergen, Eltze, Hänigsen, Katensen, Obershagen, Schwüblingsen sowie dem Hauptort Uetze selbst und hat insgesamt etwa 20.000 Einwohner.

Ortschaft Uetze

Die Ortschaft Uetze als kleinster Gemeindeteil, zu dem auch die Siedlungen Abbeile, Benrode, Dahrenhorst und Wackerwinkel gehören, verfügt über einen eigenen Ortsrat und ein eigenes Wappen. Sie hat am 2. Januar 2007 4500 Einwohner.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung fand 1022 als „Utisson“ (1215 „Utessem“) statt. Vom Namen des Ortes leitet sich auch der des Gutsherrengeschlechts „von Uttensen“ ab. Ein Haus (der „Neue Garten“) neben dem ehemaligen Sitz derer von Uttensen (dem Junkernhof aus dem Jahre 1596) wird seit seinem Bau nahezu ununterbrochen als Gasthaus benutzt.

1552 ist Uetze Sitz einer Vogtei, sie ist dem Amt Meinersen unterstellt. Diese Zugehörigkeit besteht bis 1885.

1695 wird Uetze zum Marktflecken.

Ein Großbrand vernichtet 1863 fast das ganze Dorf, erhalten blieben nur der Junkernhof und umliegende Gebäude.

1971 schließt sich Uetze mit den Gemeinden Dollbergen und Katensen zu einer Samtgemeinde zusammen, die schon drei Jahre später mit der Bildung der jetzigen Einheitsgemeinde Uetze wieder aufgelöst wird.

Uetze gehörte zum Fürstentum Lüneburg und ist daher traditionell eher nach Celle als nach Hannover orientiert. Es gehörte zum Landkreis Burgdorf und wurde bei der Gebietsreform 1974 mit den anderen Gemeinden dieses Landkreises im Landkreis Hannover zusammengefasst. Die Altgemeinden Dedenhausen und Eltze gehörten vor der Gebietsreform 1974 zum Landkreis Peine. Im Gespräch war auch eine Zugehörigkeit entweder zum Landkreis Peine oder dem Landkreis Celle, da die Städte Peine und Celle wesentlich näher liegen und Uetze in diesen Landkreisen mehr Einfluss auf zukünftige Entscheidungen gehabt hätte. Der Landkreis Hannover wurde zum 1. November 2001 aufgelöst und durch die mit der Stadt Hannover gemeinsam gebildete Region Hannover ersetzt.

Religionen

Seit der Reformation ist die Mehrheit der Bevölkerung evangelisch-lutherisch. Die derzeitige „Johannes-der-Täufer-Kirche“ stammt aus dem Jahr 1867, nachdem der Vorgängerbau von 1837 im großen Brand von 1863 zerstört worden war. Baumeister war Conrad Wilhelm Hase. Der Turm ist 65 Meter hoch.

Eine katholische Kirche gibt es seit 1956.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Einwohnerentwicklung Ortschaft Uetze:

Politik

Gemeinderat

Bei den Kommunalwahlen am 10. September 2006 ergab sich folgende Sitzverteilung im Gemeinderat (Vorsitzender: Hartmut Schulte, SPD):

Bürgermeister

Werner Backeberg (SPD)

Ortsrat

Für den Ort Uetze gibt es einen eigenen Ortsrat. Sitzverteilung:

Ortsbürgermeister ist Hartmut Schulte (SPD)

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt eine geschweifte, achtmal blau/gold gespaltene, nach oben laufende Spitze. Die neun Bestandteile der geschweiften Spitze stellen die Ortschaften dar. Die Farben sind ein Hinweis auf die frühere gemeinsame Zugehörigkeit zum welfisch-lüneburgischen Land.

Das Wappen der Ortschaft Uetze ist halbiert. Die linke Hälfte zeigt das Wappen des Hauses Lüneburg, das ab dem 17. Jahrhundert in Uetze ansässig war: im oberen Teil den über rote Herzen gelegten blauen Braunschweiger Löwen. Das linke untere Viertel ist lediglich rot, um zu zeigen, dass das Haus durch eine bürgerliche Mutter begründet wurde. Die rechte Hälfte des Wappens zeigt drei nach oben weisende schwarze Pfeile auf gelbem Grund. Diese Wappenhälfte rührt noch aus der Zeit ab 1329 und zuvor, als Zeichen der Herren von Uetze („Uttensen“)

Partnerschaften

Uetze hat 2 Gemeindepartnerschaften:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Seen

Nahe Uetze unmittelbar an der B 188 liegt ein 120 ha großes Naherholungsgebiet mit Badestrand, Campingplatz, Mobilheimplatz. Zentrum sind zwei künstlich geschaffenen Wasserflächen. Es handelt sich um den größeren Badesee Irenensee und eine Wasserfläche mit verschiedenen Armen, die unter Spreewaldseen firmiert. An den Ufern befinden sich Wochenendhäuser mit Bootsanlegestellen. Dieses Gebiet wurde in den letzten Jahren in ein Wohngebiet mit etwa 200 auf Inseln gelegenen Grundstücken umgewandelt.

Freizeit

Östlich von Uetze befindet sich der FreizeitparkErse-Park“ an der B 188. Ein gut ausgebautes und beschildertes Radwegenetz führt entlang der Flüsse oder durch die weitläufigen Wälder zu markanten Punkten wie etwa der Hänigser Bockwindmühle oder den drei Wassermühlen der Gemeinde. In den Ortschaften Uetze und Hänigsen gibt es beheizbare Freibäder und am Irenensee einen großen Naturbadestrand.


Regelmäßige Veranstaltungen

Das Zwiebelfest findet an jedem zweiten Septemberwochenende statt. Es beginnt üblicherweise am späten Samstagnachmittag, in jedem zweiten Jahr mit einem Tag der Ehrenamtlichen und wird am Sonntag mit einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Hindenburgplatz fortgesetzt. Anschließend laden Vereine, Aussteller und Partnerkommunen zu verschiedenen Zwiebelgerichten und dazu passenden Getränken ein. Uetze ist eines der größten deutschen Zwiebelanbaugebiete, besonders für Silberzwiebeln.

Kulinarische Spezialitäten

Die Gegend um Uetze ist Spargelanbaugebiet und so führt die Niedersächsischen Spargelstraße durch Uetze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Uetze liegt an der Bundesstraße 188 von Burgdorf nach Meinersen, Gifhorn und Wolfsburg. Wenige Kilometer östlich von Uetze am „Kreuzkrug“ kreuzen sich mit der B 188 die B 214 von Braunschweig nach Celle und die B 444 von Peine und Edemissen. Eine wichtige Landstraße verbindet Uetze außerdem mit Bröckel und Eicklingen, eine weitere mit Dollbergen und eine dritte mit Wehnsen.

Von 1923 bis 1991 hatte Uetze einen Bahnhof an der Bahnstrecke Celle–Braunschweig.

Im Gemeindegebiet liegen die Bahnhöfe Dollbergen und Dedenhausen an der Bahnstrecke Hannover–Berlin

Bildung

Uetze besitzt ein Schulzentrum mit Gymnasium, Realschule und Hauptschule. Der Einzugsbereich des Gymnasiums reicht über die Gemeindegrenzen hinaus. Auch eine Orientierungsstufe war bis 2004 (Abschaffung der Orientierungsstufe in Niedersachsen) dort angesiedelt. Die Hauptschule hatte bis 2006 ihren Standort in Hänigsen, sie befindet sich jetzt in einem neu errichteten Gebäude im Schulzentrum Uetze. Etwas abseits gelegen befindet sich nahe dem alten Ortskern in einem über hundert Jahre alten Schulgebäude die Stötzner-Schule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen.


 Wiktionary: Uetze – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik