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Wilhelm II. (England)

Wilhelm II., genannt Rufus (* 1056; † 2. August 1100 bei Lyndhurst in Hampshire) war von 1087 bis 1100 König von England.

Er war der Sohn Wilhelms des Eroberers und Mathildes, die der französischen Herrscherdynastie entstammte. Wilhelm wurde umgangssprachlich wegen seines roten Gesichts „Rufus“ genannt.

Obwohl Wilhelm ein erfolgreicher Soldat war, war er andererseits auch ein rücksichtsloser Herrscher und bei seinen Untertanen sehr unbeliebt. Die Angelsächsische Chronik berichtet, dass er „von fast allen Untertanen gehasst wurde.“ Man muss diese Sicht der Chronisten aber kritisch sehen, da viele gebildete Leute jener Zeit der Kirche angehörten und es gerade die Kirche war, die Rufus lange und intensiv bekämpfte. Außerdem verachtete er die englische Kultur, wie es damals unter den Normannen üblich war. .[1]

Wilhelm war ein auffallender Charakter und seine Regierungszeit war geprägt von seinem kriegerischen Temperament. Er war nie verheiratet und hatte keine unehelichen Kinder. Andererseits hatte er homosexuelle Liebschaften, die sowohl zu Lebzeiten, als auch nach seinem Tod angeprangert wurden. Zeitgenössische Quellen wie Ordericus Vitalis, Wilhelm von Malmesbury, und Serlo, den Bischof von Bayeux and Abt von Gloucester, als auch Edward Freeman, Historikprofessor in Oxford gegen Ende des Viktorianischen Zeitalters. Wilhelm von Malmesbury äußerte sich verächtlich über Wilhelm Rufus' Hofstaat, den er voller "weibischer“ junger Männer in extravaganter Kleidung beschrieb. Ordericus Vitalis erwähnt "Wüstlinge und Sodomiten" die während Wilhelm Rufus’ Regierung in hoher Gunst standen und stimmte König Heinrich I. zu, der als eine seiner ersten Amtshandlungen nach seiner Krönung, den Höflingen das lange Haar scheren ließ.

Wilhelms Günstling war Ranulf Flambard, den er 1099 zum Bischof von Durham machte. Dies war zu damaliger Zeit neben dem kirchlichen Amt auch mit einem adligen Lehnsgut verbunden.

Inhaltsverzeichnis

Frühe Jahre

Der genaue Geburtstag von Wilhelm steht nicht fest, lag aber zwischen 1056 und 1060. Er war der dritte von vier Söhnen des Herzogs der Normandie. Dies Herzogtum würde später von seinem älteren Bruder Robert Curthose geerbt werden. Erzogen wurde Wilhelm von Lanfrank von Bec. Es zeichnete sich schon während seiner Jugend ab, dass er zwar ein hervorragender Feudalherr werden würde, aber nicht fähig war König zu werden. Als dann plötzlich Wilhelm I. zweiter Sohn Richard starb, wurde Rufus Thronfolger. Als sein Vater starb, folgte er ihm auf den englischen Thron. Dies führte zu langjähriger Feindschaft mit seinem älteren Bruder Robert Curthose. Als 1091 ihr jüngerer Bruder Heinrich einen Umsturzversuch startete, legten sie ihre Streitigkeiten aber wieder bei.

Die Beziehungen zwischen den drei Brüdern blieben aber ständig gespannt.

Äußere Erscheinung

Wilhelm von Malmesbury beschreibt Wilhelm Rufus als

„...untersetzt und muskulös mit einem vorstehenden Bauch. Er wäre ein Dandy, der zwar nach neuesten Mode gekleidet war , aber einen abscheulichen Geschmack gehabt hätte. Sein langes blondes Haar trug er mit einem Mittelscheitel und aus der Stirn gekämmt. So kam sein rotes cholerisch aussehendes Gesicht mit den unterschiedlichen Augenfarben und den hellen Hautflecken stark zur Geltung.

England und Frankreich

Die Entscheidung, die Besitztümer Wilhelm des Eroberers beidseitig des Ärmelkanals aufzuteilen, führte für diejenigen Adligen, die Ländereien auf beiden Seiten des Kanals hatten zu einem Dilemma. Da Wilhelm und sein Bruder Robert Rivalen waren, hatten die Adligen Probleme zu entscheiden, welchem Lehnsherrn sie dienen sollten. Sie würden auf jeden Fall die Gunst des anderen Herrschers verlieren. Die einzige Möglichkeit, die sie sahen, war die beiden Reiche, Normandie und England zu vereinigen. Dies führte zur Rebellion von 1088, in der die Adligen sich Robert Curthose anschlossen. Anführer dieser Rebellion war der Bischof Odo von Bayeux, ein Halbbruder von Wilhelm dem Eroberer. Robert Curthose unterließ es allerdings in England zu erscheinen und die Rebellen zu unterstützen, so dass Wilhelm die Aufständischen mit Silber und Versprechen hinsichtlich einer besseren Regierung auf seine Seite ziehen konnte. Wilhelm fiel daraufhin im Jahre 1090 in der Normandie ein und schlug Roberts Heer vernichtend. Dieser musste daraufhin Teile seiner Ländereien an Wilhelm abtreten. Sie legten ihren Streit bei und Wilhelm versprach Robert bei seinen Bemühungen zu unterstützen die Grafschaft Maine vom König von Frankreich zurückzugewinnen.

Wilhelm regierte zu dieser Zeit das mächtigste Königreich Europas und hatte innenpolitisch wenig Probleme mit dem Adel. Andererseits waren ihm, wie in der Normandie, die Bischöfe und Äbte verpflichtet, da er in seinem Königreich nach normannischer Tradition jederzeit das Recht hatte, Kirchenämter neu zu vergeben. Anders als im Heiligen Römischen Reich, wo Heinrich IV. während des Investiturstreits aus genau diesem Grund exkommuniziert wurde. Die Verwaltung der königliche Güter in England und der Normandie erreichten eine für damalige Verhältnisse unglaubliche Leistungsfähigkeit im mittelalterlichen Europa.

Anders als die Capetinger in Frankreich, die die Monarchie eng mit der Hierarchie der Kirche verbanden, führte Wilhelms Art sich von päpstlicher Verdammung relativ unbeeindruckt zu zeigen, zu einem geeinten Königreich.

Verhältnis zur Kirche

Schon nach ein paar Jahren verlor Wilhelm Rufus seinen Berater Lanfrnac, den italo-normannischen Erzbischof von Canterbury, der im Jahre 1089 starb. Zunächst setzte Wilhelm für einige Jahre keinen neuen Erzbischof ein, sondern kassierte in dieser Zeit selbst die kirchlichen Einkünfte. Als er 1093 schwer erkrankte, entschied er sich doch noch dazu, Anselm von Canterbury als Erzbischof einzusetzen. Anselm, der auch italo-normannischer Herkunft war, war zu jener Zeit einer der bedeutendsten Theologen seiner Zeit. Es begann eine lange Zeit der Feindseligkeit zwischen Kirche und Staat.

Anselm war ein stärkerer Unterstützer der Gregorianischen Reformen in der Kirche als es Lanfranc gewesen war. Wilhelm und Anselm waren sich in vielen kirchlichen Angelegenheiten nicht einig. Wilhelm äußerte einmal, dass er

...ihn gestern sehr gehasst, ihn heute sehr hasse und ihn morgen und überhaupt immer mehr hassen werde.

Der englische Klerus allerdings verhielt sich Anselm gegenüber öffentlich zurückhaltend, da er dem König durch verliehene Ämter und ihr Einkommen verpflichtet waren. Im Jahre 1095 berief Wilhelm ein Konzil in Rockingham ein, um Anselm unter Kontrolle zu bringen, aber der Erzbischof blieb standhaft.

Im Oktober 1097 ging Anselm ins Exil und trug dem Papst seinen Fall vor. Der neue Papst, der diplomatische und anpassungsfähige Urban III. war zu jener Zeit gerade in einen Streit mit dem Herrscher des Heiligen Römischen Reiches, Heinrich IV. beschäftigt, der einen Gegenpapst unterstützte. Da sich Urban nicht einen weiteren Feind machen wollte, schloss er mit Wilhelm Rufus ein Konkordat. Darin erkannte Wilhelm Urban als Papst an und Urban segnete die anglo-normannische Verfahrensweise in kirchlichen Fragen nach dem damaligen Status quo ab.

Anselm blieb im Exil und Wilhelm konnte die Einnahmen des Erzbistum Canterbury bis zum Ende seiner Herrschaft einziehen.

Krieg und Rebellion

Die normannischen Besitztümer, die Wilhelm von seinem Vater erbte sind detailliert im Domesday Book verzeichnet, einer Auflistung die im damaligen Europa einmalig war und der Monarchie Kontrolle über das Land gab. Was Wilhelm nicht von seinem Vater erbte waren Charisma und politisches Können. Er schaffte es nicht, den Hang der normannischen Lords zu Rebellion und Gewalt zu kanalisieren. Im Jahre 1095 weigerte sich Robert von Mowbray, der Earl von Northumberland, an der dreimal im Jahr stattfindenden Curia Regis, dem Rat des Königs, teilzunehmen. Dort verkündete der König seine Regierungsentscheidungen dem Hochadel. Wilhelm griff Robert daraufhin mit seiner Armee an und besiegte ihn. Er wurde enteignet und eingekerkert. Ein weiterer Adliger, Wilhelm von Eu wurde des Verrats angeklagt und geblendet und kastriert.

Außenpolitisch hatte Wilhelm einige Erfolge zu verzeichnen. Im Jahre 1091 schlug er die Armee des schottischen Königs Malcolm III. zurück und zwang ihn Wilhelm zu huldigen. Später stritten beide Könige erneut über Malcolms Besitztümer in England und nochmals fiel Malcom in England ein und plünderte Northumbria. In der Schlacht von Alnwick wurde Malcolm und sein Sohn Eduard von Robert von Mowbray aus dem Hinterhalt angegriffen und getötet. Malcolm jüngerer Bruder Donald bestieg daraufhin als Donald III. den schottischen Thron. Wilhelm Rufus unterstützte allerdings Malcolms Sohn Duncan in seinen Ansprüchen auf die Thronfolge und später Edgar, einen weiteren Sohn Malcolms. Edgar eroberte Lothian im Jahre 1094 und konnte im Jahre 1097 Donald vom Thron verdrängen. Zuvor hatte er mit Wilhelms Hilfe eine Feldzug zusammen mit Edgar Ætheling geführt. Edgar erkannte Wilhelms Herrschaft über Lothian an und schloß sich Wilhelms Hofstaat an. In Wales hatte Wilhelm weniger Glück und scheiterte mit zwei Überfällen in den Jahren 1096 und 1097.

Im Jahre 1096 schloss sich Wilhelms Bruder Robert Curthose dem Ersten Kreuzzug an. Um das Unternehmen zu bezahlen benötigte Robert Geld und verpfändete daher sein Herzogtum an William für den Preis von 10.000 Mark, einer Summe die etwa ein Viertel von Wilhelms Jahreseinkommen darstellte. Um das Geld aufzubringen trieb er in England gegen viele Widerstände eine neue, sehr hohe Steuer ein. In Roberts Abwesenheit regierte Wilhelm als Regent die Normandie. Robert kehrte jedoch erst im September 1100 vom Kreuzzug zurück, einen Monat nach Wilhelms Tod. Während seiner Regentschaft in der Normandie führte Wilhelm von 1097 bis 1099 Feldzüge in Frankreich. Er sicherte zwar den nördlichen Teil der Grafschaft Maine, scheiterte aber daran, Teile der Vexinregion zu kontrollieren. Zum Zeitpunkt seines Todes plante er gerade einen Überfall auf Aquitanien in Südwestfrankreich.

Der ungewöhnliche Tod von Wilhelm Rufus

Der vielleicht bekannteste Aspekt im Leben von Wilhelm Rufus ist sein Tod, als er gerade auf der Jagd im New Forest war. Er wurde durch einen Pfeil in die Lunge getroffen, aber die näheren Unstände blieben unklar.

An einem klaren Augusttag des Jahres 1100 organisierte Wilhelm eine Jagdgesellschaft im New Forest. Ein Bericht von Ordericus Vitalis beschreibt die Vorbereitungen der Jagd:

…ein Waffenschmied kam zu ihm (Rufus) und zeigte ihm sechs Pfeile. Der König nahm sie an sich mit großer Befriedigung, die Arbeit lobend und nicht ahnend, was passieren würde, behielt vier für sich und hielt die beiden anderen Walter Tyrrel hin mit den Worten: “Es ist nur richtig, dass die schärfsten dem Mann gegeben werden, der die tödlichsten Schüsse zu schießen weiß.

Auf der anschließenden Jagd zerstreute sich die Jagdgesellschaft und auch Wilhelm in Begleitung von Walter Tyrell ( oder Tirel), des Lords von Poix, wurden von den anderen getrennt. Hier wurde Wilhelm zum letzten Mal lebend gesehen.

Am nächsten Tag wurde Wilhelm von einer Gruppe örtlicher Bauern gefunden. Er lag tot in den Wäldern und ein Pfeil hatte seine Lunge durchbohrt. Williams Körper blieb am Ort und alle Adligen flohen auf ihre normannischen und englischen Besitztümer, da das Gesetz vorsah, dass mit dem Tod des Königs auch Gesetz und Ordnung neu geregelt werden muss. Um ihre Besitztümer zu sichern war es von Vorteil, anwesend zu sein.

Wilhelms jüngerer Bruder Heinrich eilte nach Winchester, um den Königsschatz zu sichern, dann weiter nach London, wo er innerhalb weniger Tage gekrönt wurde. Dies geschah bevor irgendein Erzbischof angekommen war. Der Legende nach soll ein örtlicher Köhler namens Purkis den königlichen Leichnam auf seinem Karren zur Kathedrale von Winchester gebracht haben.

Den Aufzeichnungen zufolge die Wilhelm von Malmesbury in seiner „Chronik der englischen Könige“(ca. 1128) machte, soll Wilhelms Tod kein Mord gewesen sein.

Am Tag bevor der König starb, träumte er im Himmel zu sein. Er wachte plötzlich auf. Er befahl, dass Licht gebracht werden sollte und verbot seiner Dienerschaft ihn zu verlassen. Am nächsten Tag gingen sie in die Wälder…Er wurde von wenigen Personen begleitet…Walter Tirel blieb bei ihm, während die anderen die Beute verfolgten. Die Sonne sank bereits, als der König, seinen Bogen spannend und eine Pfeil fliegen lassend, einen Hirsch leicht verletzte, der an ihm vorbei sprang…der Hirsch rannte weiter…der König verfolgte ihn lange Zeit und hob seine Hände um seine Augen vor den Sonnenstrahlen zu beschatten. In diesem Moment entschied sich Walter ein anderes Tier zu schießen. Oh, gütiger Gott ! Der Pfeil durchbohrte die Brust des Königs.

Als er getroffen wurde sagte der König kein Wort, brach aber den Schaft des Pfeils ab, wo er aus dem Körper herausragte…Dies beschleunigte seinen Tod. Walter kam sofort angerannt, aber als er ihn bewusstlos sah, sprang er auf sein Pferd und flüchtete eilig. Es gab niemanden, der ihn verfolgte: Die einen halfen ihm bei der Flucht, die anderen bedauerten ihn. Der Körper des Königs wurde auf einen Karren gelegt und zur Kathedrale von Winchester gebracht….Blut tropfte aus seinem Körper auf dem gesamten Weg. Hier wurde er im Turm beerdigt. Im nächsten Jahr stürzte der Turm ein. Wilhelm Rufus starb im Jahr 1100….vierzig jahre alt. Er war ein Mann der vom Klerus sehr bemitleidet wurde…er hatte eine Seele, die sie nicht retten konnten…Er wurde von seinen Soldaten geliebt, aber von seinem Volk gehasst, weil er sie ausgeplündert hat.

Einer anderen Version zufolge soll sich Wilhelm aus unbekannten Gründen hinter einem Gebüsch geduckt haben und Tyrell verwechselte sein rotes Haar mit einem Eichhörnchen. Dort heißt es:

Kirchliche Chronisten bezeichneten ein derartiges Gottesurteil als angemessen für einen derart bösen König. Im Laufe der Jahrhunderte wurde immer wieder vermutet, dass einer der vielen Feinde seine Hand im Spiel gehabt haben könnte. Selbst zeitgenössische Chronisten stellen Walter Tyrell als erfahrenen Bogenschützen dar, der nicht einfach einen derart ungestümen Schuss abgeben würde. Auch wurde immer wieder erwähnt, dass Wilhelms jüngerer Bruder Heinrich vom Tod profitierte, weil er danach König wurde. Auch er hatte zur Jagdgesellschaft gehört.

Der Abt Suger von Saint-Denis, ein anderer Chronist, war Tyrells Freund und versteckte ihn im französischen Exil. Später schrieb er:

Ein gewisser Adliger, Walter Tirel, wurde verfolgt, weil er den König mit einem Pfeil erschossen haben soll; aber ich habe ihn oft gehört, als er nichts zu befürchten noch zu hoffen hatte, dass er feierlich geschworen hat, dass er weder an dem fraglichen Tag in dem Teil des Waldes war, in dem der König gejagt hat, noch ihn überhaupt im Wald gesehen hätte.

Wilhelm starb als Junggeselle und hinterließ keinen leiblichen Erben. Es wird vermutet, daß er homosexuell veranlagt war.

Der Rufusstein

Ein als „Rufusstein“ bekanntes Denkmal markiert die Stelle, von der man meint, dass der König dort gestorben sein soll. Die Inschrift auf dem Stein lautet:

Hier stand die Eiche,die, von einem Pfeil, den Sir Walter Tyrell auf einen Hirsch geschossen hatte, gestriffen wurde, der dann König Wilhelm II., genannt Rufus, in die Brust traf, worauf er sofort verstarb, am 2. August anno 1100. König Wilhelm II., wurde getötet, wie bereits berichtet, auf einen Karren gelegt, der einem Purkis gehörte und von hier nach Winchester gebracht und in der Kathedralkirche jener Stadt beerdigt.

Das heutige Denkmal ist aus Gusseisen und stammt aus dem Jahr 1865.

Belletristik

Wilhelm Rufus ist eine der Hauptfiguren in Valerie Anands historischem Roman, „König der Wälder“ (1989)

Er ist weiterhin eine Hauptfigur in Parke Godwins Roman „Robin und der König“ ( 1993), dem zweiten Band von Godwins Interpretation der Robin Hood Legende.

Wilhelm II. ist indirekt Thema zweier historischer Romane von George Shipway. „The Paladin“ und „The Wolf Time“ haben als Hauptfigur Walter Tirel (oder Tyrell) den möglichen Meuchelmörder von König Wilhelm. Der Roman befasst sich damit, dass Heinrich der jüngere Bruder von Wilhelm hinter dem Mord stehen soll.

Der Tod von William Rufus wird auch in der historisch nicht belegten Geschichte des New Forest, genannt „The Forest“ von Edward Rutherfurd dargestellt. In Rutherfurds Version der Ereignisse fand der Tod des Königs nicht an der Stelle des Rufussteins statt und Walter Tyrell wird von der einflussreichen Familie Clare hereingelegt und des Mordes bezichtigt. Auch ein Purkiss kommt vor, der ein geschickter Geschichtenerzähler ist und (viel später) König Karl II. davon überzeugt, das einer seiner Ahnen in den Mord verwickelt war.

„Flambard’s Confession“ (1984) von Marilyn Durham erzählt in ihrem Romand die geschichte von Wilhelm Rufus’ Herrschaft aus der Sicht seines Vertrauten Ranulf Flambard.

William Rufus und seine Beziehung zu Tyrell, sowie die Umstände seines Todes werden von Katherine Kurz und Deborah Turner Harris in „Lammas Night“ erwähnt.

William Rufus ist eine Figur in Stephen Lawheads „Rabenkönig-Saga“ über Robin Hood.

In den 1990er Jahren zeigte das Fernsehen den Film „Blood Royal: William the Conquerer“. Wilhelm Rufus wurde von Peter Firth gespielt.

Ahnentafel

Wilhelm II. Ahnen in drei Generationen
William II. von England Vater:
Wilhelm I. von England
Großvater:
Robert II., Herzog der Normandie
Urgroßvater:
Richard II., Herzog der Normandie
Urgroßmutter:
Judith von Rennes
Großmutter:
Herleva
Urgroßvater:
Fulbert von Falaise
Urgroßmutter:
Doda von Falaise
Mutter:
Mathilde von Flandern
Großvater:
Balduin V., Herzog von Flandern
Urgroßvater:
Balduin IV., Herzog von Flandern
Urgroßmutter:
Ogive von Luxemburg
Großmutter:
Adela von Frankreich, Herzogin von Flandern
Urgroßvater:
Robert II. von Frankreich
Urgroßmutter:
Konstanze von Provence

Literatur

Die wichtigste Quelle über Wilhelm Rufus sind die Aufzeichnungen von Ordericus Vitalis. Die moderne Biografie des Historikers Frank Barlow „ William Rufus“ aus dem Jahr 1983 hat die bis dahin vorhandene, aber stark wertende viktorianische Darstellung von Freeman, „Die Herrschaft von William Rufus“ abgelöst. In diesem Werk war Rufus als Wegbereiter des Vereinigten Königreichs dargestellt worden.

PND: Datensatz zu Wilhelm II. (England) bei der DNB
Kein Eintrag im DNB-OPAC, 11. Oktober 2007
Personendaten
Wilhelm II.
Wilhelm Rufus; Wilhelm der Rote
König von England
1056
2. August 1100