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Eispickel

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Bar-Eispickel siehe Eispickel (Bar).

Der Eispickel ist ein Ausrüstungsgegenstand des hochalpinen Bergsteigers. Er dient dem Bergsteiger als Gehunterstützung auf Fels, Schnee und Eis, zum Testen der Schneeauflage über Gletscherspalten, zum Klettern auf Eis, zum Abbremsen eines Sturzes auf Schnee oder Firn und als Anker zur Sicherung von Kameraden und zur Bergung von in Gletscherspalten gefallener Bergsteiger. Vor der Einführung der Steigeisen wurde er außerdem zum Stufenschlagen im Eis verwendet. In dieser Funktion kommt der Eispickel heute nur noch in Ausnahmefällen zur Anwendung, wenn der Benutzer über keine Steigeisen verfügt.

Entwickelt wurde der Eispickel mit der Entwicklung des Bergführerwesens im Alpenraum aus dem Küchenbeil der Bergführer und aus dem Alpenstock. Daraus entwickelte sich der Eispickel mit einem Schaft aus Holz und Pickelhaue, Schaufel und Spitze aus Stahl. Dieser Vorgänger des modernen Eispickels wird heute noch – nach dessen Konstrukteur, dem Bergsteiger Peter Aschenbrenner – als „Aschenbrenner-Eispickel“ bezeichnet.

Ein Eispickel besteht aus Schaft, Pickelspitze, Schaufel und Haue. Bei heute verwendeten Eispickeln besteht der Schaft aus Aluminium oder Stahl; Haue und Schaufel werden aus legierten Stählen gefertigt (z. B. CroMo oder NiCrMo).

Nach Anwendungszweck unterscheidet man Eispickel für leichte oder mittlere Gletschertouren und spezielle Eisgeräte für kombinierte Touren oder zum Eisklettern.


Dies und Das

Der russische Revolutionsführer Leo Trotzki wurde 1940 mit einem Eispickel ermordet.[1]

Quellen

  1. BBC News: Trotsky murder weapon 'in Mexico' (Englisch)