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Ripsbindung

Die Ripsbindung ist eine spezielle aber einfache Webtechnik, bei der, wie bei einem einfachen Webstoff, statt eines Fadens zwei Fäden durch die geöffneten Kettfäden geschossen werden. Gewebt wird also: Bei jedem folgenden Kettfaden -(Kettfaden = quer zum Schuss laufende Grundfäden, ohne die die Schussfäden keinen Halt hätten) - 2 Schussfäden über "der" Kette, dann diese Fäden unter dem nächsten Kettfaden, dann wieder 2 x über einem Kettfaden, dann wieder 2 x unter einem Kettfaden.

Oder einfacher: 2 Fäden hoch, dann wieder tief, dann wieder hoch, dann wieder tief ... und so weiter.

Der Effekt ist, dass sich durch die 2 statt 1 verwebten Schussfäden, sich die Schussfäden beim fertigen Gewebe über die Kettfäden schieben und diese verdecken.

Das Gewebe ist äußerst haltbar, wird zumeist als Möbelbezugs-Stoff verwendet.

Werden nämlich bei anderen Geweben mit offen liegenden Kettfäden ein oder mehrere Kettfäden beschädigt, löst sich das Gewebe bei Beanspruchung in diesem Bereich (längs des Kettfadens/der Kettfäden) auf. Beim Rips werden zuerst die Schussfäden beschädigt, so dass das Gewebe sich nicht so leicht auflöst bzw. öffnet.