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Osum

Der Osum (albanisch auch Osumi) ist ein 161 km langer Fluss in Südalbanien. Er entwässert ein Gebiet von 2073 km², welches das zentrale südalbanische Bergland zwischen den Flüssen Vjosa und Devoll, die Westflanken des Grammosgebirges und des Tomorr umfasst.

Der Osum entsteht im Südosten des Landes im Gebiet des Kreises Korça westlich des Dorfes Vithkuq durch den Zusammenfluss zweier Bäche auf rund 1420 müA. Von dieser Stelle fließt der Osum zuerst nach Südosten, später nach Süden, bis er im Gebiet von Kolonja seinen in der Folge bestimmenden nordwestlichen Lauf einschlägt. Durch diesen Bogen nach Osten und Südosten umkreist er einen Teil seines Quellgebietes. In seinem Oberlauf, insbesondere in den Regionen Kolonja und Skrapar, durchfließt der Osum sehr unzugängliches Gebiet. Im Gegensatz zu den meisten anderen großen Flüssen des Landes folgen keine Straßen oder Wege dem Flusslauf. Die Siedlungen liegen meist auf dem Hochplateau, und die einfachen Straßen und Wege kreuzen den Fluss nur in Ausnahmefällen.

Rund 15 km südöstlich von Çorovoda weitet sich das Tal des Osum allmählich, wird bewohnter und zugänglicher. Der Fluss selber liegt aber in der tiefen, von bis zu 100 m hohen Felswänden umgebenen Osum-Schlucht. Bis zu seiner Mündung verläuft er nur noch recht exakt nach Nordwesten. Vor Çorovoda endet die Schlucht, Tal und Flussbett weiten sich mehr und mehr.

Unter der Burg von Berat einen Einschnitt zwischen zwei Hügeln. Danach tritt er in flaches Land. Westlich von Kuçova vereinigt er sich am Rande der Myzeqe-Ebene mit dem ebenfalls aus dem Südosten kommenden Devoll zum Fluss Seman. Bis hier hat der Fluss eine Länge von 161 km erreicht und führt durchschnittlich 32,5 m³/s – das Jahresmaximum übersteigt die minimale Jahresabflussmenge um das 13-Fache. Der Seman mündet 85 km weiter westlich in einem kleinen Delta südlich der Lagune von Karavasta in die Adria.