Heim

Saardom

Der so genannte Saardom (amtlicher Name: Katholische Pfarrkirche Heilig Sakrament) gilt als größter Sakralbau im Saarland. Er ist die Pfarrkirche der Pfarrei Hl. Sakrament und dominiert neben der imposanten Hochofenkulisse der Dillinger Hütte das Stadtbild von Dillingen.

Inhaltsverzeichnis

Architektur

Die Kirche wurde zwischen 1910 und 1913 nach Plänen von Peter Marx (Trier) [1] vorwiegend im neoromanischen Stil erbaut, lässt aber in der für den Historismus bezeichnenden eklektizistischen Manier vor allem in der Gestaltung der Türme auch Anklänge an gotische Vorbilder erkennen (vgl. Bamberger und Naumburger Domtürme, letztlich von der Kathedrale von Laon abgeleitet). Das Querschiff zitiert detailgetreu die romanische Apsis des St. Simeons-Stiftes an der Porta Nigra in Trier.

Der Grundriss beschreibt ein lateinisches Kreuz. Der Bau besteht aus einem Langhaus mit zwei Seitenschiffen (Basilika), Querschiffen nach Westen und Osten, sowie einer Apsis nach Norden mit Kapellenkranz. Die Vierung wird von einem Vierungsturm bekrönt, der auch die doppeltürmige (asymmetrische) Fassade mit ihrer Rosette prägt.

Geschichte

Als im Zuge des industriellen Aufschwungs die bisherige Pfarrkirche St. Johann für die immens angewachsene Bevölkerung zu klein geworden war, wurde der Bau einer neuen, größeren Pfarrkirche am damaligen Nordrand der Stadt geplant und unter dem damaligen Pfarrer Matthias Prior, der dann auch seine Grablege im Saardom erhielt, in Angriff genommen. Nach einer dreijährigen Bauzeit konnte die neue Kirche 1913 konsekriert werden. Bedingt durch ein weiteres Anwachsen der Stadt, vor allem auch in die nördlich des neuen Saardomes gelegenen Gebiete, wurde die im Süden der Stadt befindliche Johanneskirche (im Volksmund fortan die alt Kirch genannt) wieder Sitz einer eigenen Pfarrei.

Ausstattung

 Commons: Saardom – Bilder, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. nicht zu verwechseln mit dem NPD-ler Peter Marx

Koordinaten: 49° 21' 23" N, 6° 43' 34" O