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Winston Churchill

Dieser Artikel behandelt den britischen Premierminister Winston Churchill. Für weitere Bedeutungen siehe Churchill (Begriffsklärung).
Winston Churchill
Amtszeiten: 1. 10. Mai 1940 – 27. Juli 1945
2. 26. Oktober 1951 – 7. April 1955
Vorgänger: 1. Arthur Neville Chamberlain
2. Clement Attlee
Nachfolger: 1. Clement Attlee
2. Anthony Eden
Geburtsdatum: 30. November 1874
Todestag: 24. Januar 1965
Geburtsort: Woodstock (Oxfordshire), England
Partei: Konservative Partei, Liberale Partei

Sir Winston Leonard Spencer Churchill[1] (* 30. November 1874 in Woodstock (England); † 24. Januar 1965 in London) gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Er war zweimal Premierminister und führte Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte er bereits mehrere Regierungsämter bekleidet, unter anderem das des Ersten Lords der Admiralität, des Innen- und des Finanzministers. Darüber hinaus trat er als Autor politischer und historischer Werke hervor und erhielt 1953 den Nobelpreis für Literatur.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft, Schule, Militär

Winston Churchill kam in Blenheim Palace, dem Schloss seines Großvaters John Winston Spencer-Churchill zur Welt. Er war der Sohn des britischen Politikers Lord Randolph Churchill und der amerikanischen Millionärstochter Jennie Jerome. Für die Familienlegende, er stamme über seine Mutter auch von Irokesen ab, gibt es keinen Beleg, auch wenn er selbst daran glaubte.[2]

Churchills Großvater väterlicherseits gehörte als siebter Herzog von Marlborough dem englischen Hochadel an. Als dritter Sohn des Herzogs erbte Churchills Vater Randolph nicht dessen Titel. Winston Churchill selbst sollte in den 1950er Jahren die angebotene Erhebung zur erblichen Peerswürde ablehnen, wurde aber 1953 zum Ritter des Hosenbandordens geschlagen. Seine Herkunft sicherte ihm in seiner Jugend die Aufnahme in renommierte Internate und eine Laufbahn als Armeeoffizier, obwohl seine Leistungen als Schüler eher mangelhaft waren.

Von 1881 bis 1892 besuchte Churchill Eliteschulen in Ascot, Brighton und Harrow. Das autoritäre Erziehungssystem dort widerstrebte ihm und er blieb mehrfach sitzen. Nach der Schulzeit bewarb er sich beim Militär, fiel jedoch zweimal durch die Aufnahmeprüfung. 1893 aber kam er doch noch als Kadett nach Sandhurst und mit 21 Jahren als Kavallerie-Leutnant zum 4. Husarenregiment. Auf der Militärakademie und in der Armee fühlte sich Churchill zum ersten Mal am richtigen Platz. Ohne schulischen Druck erwarb er sich nun auch eine profunde literarische Bildung und begann kurz darauf selbst zu schreiben. Bis zu seinem Lebensende sollte er als Journalist und Buchautor einen geschliffenen Stil pflegen, der ihm den Nobelpreis für Literatur einbrachte.

Zwischen 1895 und 1901 nahm Churchill als aktiver Soldat und Kriegsberichterstatter an fünf verschiedenen Kolonialkriegen teil, unter anderem in Kuba sowie in der nordwestindischen Provinz Malakand und anderen Teilen des Britischen Empire. 1898 nahm er als Leutnant freiwillig am Feldzug zur Niederschlagung des Mahdi-Aufstandes im Sudan teil.[3]. Dabei ritt er in der Schlacht von Omdurman die letzte großen Kavallerieattacke der britischen Militärgeschichte mit.

Den zweiten Burenkrieg erlebte er als Kriegsberichterstatter der Morning Post. Nachdem er bei einem Eisenbahnüberfall der Buren gefangen genommen worden war, gelang ihm eine spektakuläre Flucht von Pretoria zur fast 500 Kilometer entfernten Delagoa Bucht in der portugiesischen Kolonie Mosambik. Zwei Bücher [4] über seine südafrikanischen Abenteuer sowie seine Kriegsberichte machten ihn in England bekannt und populär. Seine Flucht machte ihn in den Augen vieler Landsleute zu einem Nationalhelden [5] Dies kam ihm bei der Unterhauswahl des Jahres 1900 zustatten.

Politischer Aufstieg

Bereits 1899 hatte sich Churchill vergeblich um einen Sitz im britischen Unterhaus bemüht. Nach seiner Rückkehr aus dem Burenkrieg zog er im März 1901 als frisch gewählter Konservativer (Tory) für den Wahlkreis Oldham ins Parlament ein.

Sein erster spektakulärer Auftritt im Parlament war am 31. Mai 1904 der demonstrative Übertritt zu den Whigs. Der Grund dafür war die Haltung der Liberalen in der Frage „Freihandel oder Schutzzoll“, die ihm näher lag. Bei den Whigs wanderte er auf der politischen Skala immer weiter nach links. Er gehörte dem sozialreformerischen Parteiflügel an und galt schließlich in der Öffentlichkeit wie sein Förderer David Lloyd George als draufgängerischer, aber auch bewunderter Radikaler. Schon damals zeigte sich sein Ehrgeiz, einmal Premierminister zu werden. So äußerte er sich 1907 selbstbewusst, er werde zum Zeitpunkt seines 43. Geburtstages Regierungschef sein. [6]

Bei den Konservativen wegen seines Parteiwechsels regelrecht verhasst[7], überraschte er Freund und Feind durch seine Fähigkeiten als Unterstaatssekretär für die Kolonien (1905-1908) unter Lord Elgin sowie als Handels- (1908-1910) und Innenminister (1910-1911). Insbesondere wegen seiner armenfreundlichen Sozialpolitik stieß er bei den Tories auf heftige Ablehnung. Als skandalös, weil seiner Stellung nicht angemessen, bewerteten sie auch sein persönliches Eingreifen in eine Schießerei der Londoner Polizei mit Anarchisten, die als Belagerung der Sidney Street bekannt wurde. Das Misstrauen vieler Arbeiter dagegen weckte im November 1910 die Entscheidung des Innenministers Churchill, Soldaten nach Südwales zu entsenden, um die Lage nach dem niedergeschlagenen Tonypandy-Aufstand zu beruhigen. Diese politische Hypothek sollte ihn auf Jahrzehnte belasten.

Genau zu dem Zeitpunkt, als sich der deutsch-britische Flottenkonflikt zuspitzte, machte Premierminister Herbert Henry Asquith Churchill 1911 zum Ersten Lord der Admiralität, zum Marineminister. Seine wichtigste Entscheidung in diesem Amt vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs war die Umrüstung der britischen Kriegsflotte von Kohle- auf Ölfeuerung, was ihren Aktionsradius deutlich erhöhte.

Sein rascher politischer Aufstieg fiel mit Veränderungen in seinem Privatleben zusammen: Im September 1908 heiratete Churchill in der Londoner St. Margaret's Church Clementine Hozier, mit der er bis zu seinem Tod zusammenlebte. Dem Ehepaar wurden später ein Sohn und vier Töchter geboren, von denen eine noch im Kindesalter starb. Sein Sohn Randolph und zwei seiner Enkel sollten ebenfalls Parlamentarier werden. Seine jüngste Tochter Mary ist seit 2005 Trägerin des Hosenbandordens.

Im Ersten Weltkrieg

Als Kabinettsmitglied und Erster Lord der Admiralität bestimmte Churchill Großbritanniens Politik und Strategie im Ersten Weltkrieg zunächst entscheidend mit. Dabei überschritt er seine Kompetenzen mitunter erheblich, etwa als er sich im Spätsommer 1914 in die Operationen der britischen Expeditionsstreitkräfte in Belgien einmischte und auf eigene Faust die Verteidigung Antwerpens zu organisieren versuchte.

Schwerwiegender war das Scheitern seines Plans, die Kriegsgegner Deutschland und Österreich-Ungarn an ihrer vermeintlich schwächsten Stelle anzugreifen: im Süden über das mit ihnen verbündete Osmanische Reich. Das Landeunternehmen britischer, französischer, indischer, australischer und neuseeländischer Truppen auf der türkischen Halbinsel Gallipoli an den Dardanellen endete jedoch nach schweren Verlusten Anfang 1916 mit einem völligen Fehlschlag. Bereits im Frühjahr 1915 waren die von Churchill favorisierten Operationen der Royal Navy von See her gescheitert. Sein Flottenchef John Fisher, der die Pläne von Beginn an kritisiert hatte, trat zurück. Um eine Vertrauenskrise abzuwenden, wurde nun die Einbeziehung der Konservativen in die Regierung unausweichlich. Da aber Churchill den Konservativen, insbesondere ihrem Parteichef Andrew Bonar Law, seit seinem Parteiwechsel als „Verräter“ galt und man vor der Öffentlichkeit einen Sündenbock für die sich abzeichnende Niederlage an den Dardanellen brauchte, musste er die Verantwortung dafür übernehmen. Am 18. Mai 1915 trat er als Erster Lord der Admiralität zurück.

Bis zum Jahresende verblieb er in der unbedeutenden Position des Kanzlers des Herzogtums Lancaster in der erweiterten Regierung. Im November desselben Jahres meldete sich Churchill freiwillig zur Armee und ging als Major an die Front nach Frankreich, wo er ein Bataillon befehligte. Nach einem steilen Aufstieg schien seine Karriere in einem ebenso tiefen Sturz zu enden.

Aber schon 1916 bewarb er sich wieder erfolgreich um einen Unterhaussitz und 1917 holte ihn Lloyd George, der mittlerweile Asquith als Premier abgelöst hatte, als Rüstungsminister zurück ins Kabinett. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Entscheidung zum Bau und Einsatz der Tanks – also der ersten Panzer – beteiligt: einer Waffe, die im Sommer 1918 wesentlich zum Zusammenbruch der letzten deutschen Offensive an der Westfront beitragen sollte. Bereits Ende 1914 war er als Marineminister neben Maurice Hankey, dem Sekretär des Committee of Imperial Defense, für den Bau dieser als „Landschlachtschiff“ bezeichneten neuen Waffe eingetreten, um die erstarrten Fronten wieder in Bewegung zu setzen. Nach dem Krieg erklärte eine königliche Prüfungskommission, die mit der Aufgabe betraut war, die Verantwortlichkeit für bahnbrechende militärische Neuerungen und bedeutende strategische Initiativen der Kriegszeit zu klären, dass die Möglichkeit, über die Panzerwaffe zu verfügen, vor allen Dingen Churchill zu verdanken gewesen sei: „Die Kommission hat das Bedürfnis zu erklären, dass es vor allem der Aufgeschlossenheit, dem Mut und der Tatkraft des Sehr Ehrenwerten Winston Spencer Churchill zu verdanken ist, wenn die nebelhafte Idee der Verwendung von Panzerwagen für Kampfzwecke verwirklicht werden konnte.“ [8]

Churchill gehörte auch zu den ersten, die das militärische Potenzial von Flugzeugen voll erfassten. Ihm war klar, dass die Maschinen, die im Weltkrieg noch vorwiegend zu Aufklärungszwecken und in Einzelkämpfen eingesetzt worden waren, die Kriegführung revolutionierten. Mit ihnen ließen sich künftig Angriffe direkt ins Hinterland des Gegners tragen, um dessen militärische und industrielle Ressourcen zu treffen. Auch England würde sich nicht länger auf seine Insellage verlassen können. Als Luftfahrtminister förderte er daher den Aufbau einer Luftwaffe, die 1920 im Irak auch zum Abwurf von Bomben gegen Aufständische eingesetzt wurde.

Der Gefahren des modernen Krieges war sich Churchill vollauf bewusst. In seinem Werk Nach dem Krieg blickte er 1928 auf den Ersten Weltkrieg zurück, zog eine Bilanz aus den Erfahrungen der Vergangenheit und beschrieb damit schon den Krieg der Zukunft:

Es öffneten sich Luftwege, auf denen Tod und Schrecken weit hinter die eigentlichen Frontlinien getragen werden konnten, so dass auch Frauen, Kinder, Greise und Kranke, die in früheren Kriegen natürlicherweise verschont blieben, davon erfasst wurden. (…) Nie zuvor war die Menschheit in dieser Lage. Ohne eine wahrnehmbare Zunahme ihrer Tugenden und ohne den Vorteil einer weiseren Führung hält sie zum ersten Mal die Werkzeuge in Händen, die unfehlbar ihre eigene Vernichtung besiegeln können. (…) Die Menschen würden gut daran tun, inne zu halten und über ihre neuen Verantwortungen nachzudenken. Der Tod steht bereit, willfährig, erwartungsvoll und diensteifrig, die Völker massenweise niederzumähen; auf einen Ruf bereit, alle Reste der Zivilisation unwiderruflich zu Staub zu zertrümmern.

Zwischen den Kriegen

Bis zum Sturz des liberalen Kabinetts Lloyd George im Jahr 1922 übernahm Churchill nacheinander die Ämter des Kriegs-, des Luftfahrt- und des Kolonialministers. Nach zwei Jahren politischer Abstinenz und zwanzig Jahre nach seinem ersten Parteiwechsel trat er 1924 erneut der Conservative Party bei.

Noch im November jenes Jahres wurde er Schatzkanzler (Finanzminister) in der konservativen Regierung des neuen Premiers Stanley Baldwin und blieb es bis zu dessen Abwahl 1929. In diesem Amt setzte er 1924 gleich die Wiedereinführung des Goldstandards durch. Diese konservative Finanzpolitik führte zu steigender Arbeitslosigkeit in Großbritannien. Die Unzufriedenheit der Arbeiter gipfelte im Generalstreik von 1926. Churchill forderte, den Generalstreik gewaltsam zu beenden: Entweder das Land bricht den Generalstreik oder der Generalstreik zerbricht das Land. Dazu kam es nicht, aber 1931, zwei Jahre nach Churchills Ablösung als Finanzminister, wurde der Goldstandard wegen seiner verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen wieder abgeschafft.

1930 überwarf sich Churchill mit dem abgewählten Premier und Chef der Konservativen wegen dessen angeblich zu nachgiebiger Haltung gegenüber der indischen Unabhängigkeitsbewegung unter Gandhi, den er einen „halbnackten Fakir“ nannte. Als überzeugter Imperialist trat er im Januar 1931 aus Baldwins Schattenkabinett aus. Ein schwerer Unfall im Dezember 1931 – er wurde in New York von einem Taxi angefahren – zwang ihn zu einer einjährige Erholungsphase. Während er auf Reisen seine Gesundheit wieder herstellte, verlor er durch seine häufige Abwesenheit von Westminster zunehmend an Einfluss im parteiinternen Richtungsstreit.[9]

Ganz anders als zu Beginn seiner politischen Karriere galt Churchill in den 1930er Jahren nahezu als Reaktionär. Wie die meisten konservativen Politiker dieser Zeit unterschätzte er Adolf Hitler zunächst[10] und glaubte, in dessen und in Mussolinis Politik positive Ansätze erkennen zu können.[11] Seine Einstellung änderte sich aber, als er erkannte, dass Hitlers Politik auf einen neuen Krieg hinauslief. Seine Warnungen und die scharfe Ablehnung der Appeasementpolitik, der Beschwichtigung und des Nachgebens gegenüber der Aggressionspolitik des nationalsozialistischen Deutschland, brachte ihm in weiten Teilen der britischen Bevölkerung den Ruf eines Kriegstreibers ein. Hatte er 1932 bei einem Aufenthalt in München noch – ohne Erfolg – das Gespräch mit Hitler gesucht, so wies er nun Annäherungsversuche des deutschen Regimes, darunter zwei Einladungen des Diktators nach Berchtesgarden, zurück. [12] Langfristig verbesserte er mit dieser Haltung zwar sein Verhältnis zu einigen seiner bisherigen innenpolitischen Gegner, zu den antifaschistischen linken Sozialisten und zur Labour Party.[13] Der großen Mehrheit der britischen Bevölkerung erschien Churchill in den 30er Jahren jedoch als ein Mann, der seine Zukunft hinter sich hatte. In der konservativen Parlamentsfraktion beschränkte sich seine Anhängerschaft auf zwei, damals noch sehr unbedeutende Abgeordnete: Harold Macmillan und Brendan Bracken.

Er zog sich auf seinen Landsitz Chartwell in Kent zurück, wo er sich seinen journalistischen und schriftstellerischen Ambitionen sowie seinem Hobby, der Malerei, widmete. Er pflegte aber nach wie vor intensive politische und gesellschaftliche Kontakte, um den Anschluss an die zeitgenössischen Entwicklungen zu behalten. Zu den Gästen von Churchills berühmten Abendgesellschaften in Chartwell zählten u. a. Heinrich Brüning, Frederick Lindemann und Charlie Chaplin. In der Zeit des „inneren Exils“ – die er selbst später als „Wilderness Years“ charakterisierte – entstanden unter anderem die großangelegte Biographie seines Ahnherrn Marlborough und die vierbändige Geschichte der englischsprachigen Völker, die er bis spät in der Nacht seinen Schreibkräften diktierte. Seinem Biografen William Manchester zufolge war Churchill in den 1930er Jahren der bestbezahlte Schriftsteller und Kolumnist der Welt. [14]

Rückkehr in die Regierung

Die Warnungen vor Hitler wurden so lange nicht Ernst genommen, bis dessen eigene Politik dem britischen Volk und der politischen Klasse in England klar machte, wie berechtigt Churchills Misstrauen gewesen war. Seit dem Anschluss Österreichs und der Annexion des Sudetenlandes 1938 sowie der Besetzung der so genannten „Rest-Tschechei“ durch das Deutsche Reich im März 1939 erkannten die Verfechter des Appeasement, dass ihre Politik gescheitert war. Churchill, der dies vorausgesagt hatte, fand nun zunehmend Gehör. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs berief ihn Premierminister Arthur Neville Chamberlain ins Kabinett. Zum zweiten Mal nach 1911 wurde Churchill mit dem Amt des Ersten Lords der Admiralität betraut.

In dieser Funktion plante er die Besetzung des norwegischen Hafens Narvik, um das Dritte Reich von schwedischen Eisenerzlieferungen abzuschneiden. Am 8. April 1940, einen Tag vor dem deutschen Einmarsch in Dänemark und Norwegen, verminte die Royal Navy entgegen dem Wunsch der Regierung Norwegens dessen Hoheitsgewässer, um deutsche Flottenbewegungen entlang der Küste zu erschweren. Dennoch konnten die deutschen Truppen in Narvik anlanden. Ein britisch-französisches Expeditionskorps nahm die Stadt zwar ein, wurde jedoch im Mai 1940 angesichts der deutschen Westoffensive (Fall Gelb) wieder abgezogen. Narvik wurde den Deutschen überlassen.

Der Kriegspremier

Die deutsche Besetzung Polens und Dänemarks sowie den Angriff auf Norwegen konnten Engländer und Franzosen nicht verhindern. Chamberlain verlor damit den letzten Rückhalt bei der Bevölkerung und im Parlament; der Rücktritt des früheren Verfechters des Appeasement wurde unvermeidlich. Obwohl Churchill von Teilen der Presse für den Fehlschlag in Norwegen verantwortlich gemacht wurde, kamen als Nachfolger nur er und Lord Halifax in Frage, der jedoch ebenfalls als Appeasementpolitiker galt. So bildete Churchill am 10. Mai 1940, am selben Tag, an dem der deutsche Angriff auf Großbritanniens Hauptverbündeten Frankreich begann, eine Allparteienregierung unter Einschluss der Labour Party. Er selbst übernahm neben dem Amt des Premiers auch das des Kriegsministers.

Sommer 1940

Die meisten Historiker stimmen darin überein, dass Hitler einem Sieg nie so nahe gekommen war wie nach dem Westfeldzug im Juni 1940: Frankreich war geschlagen; Großbritannien stand allein und ohne ausreichend gerüstete Armee der deutschen Kriegsmaschinerie gegenüber, die bereits halb Europa überrannt hatte. Und in Churchills Kabinett gab es noch immer Anhänger der Appeasement-Politik Chamberlains, die für Verhandlungen mit dem Deutschen Reich eintraten. Als ihr Protagonist stand Lord Halifax noch immer bereit, Churchill als Premierminister abzulösen.

Hitlers Sieg hätte nach Churchills eigenen Worten bedeutet, dass „die ganze Welt, einschließlich der Vereinigten Staaten, einschließlich all dessen, was wir gekannt und geliebt haben, im Abgrund eines neuen dunklen Zeitalters versinken“ müsste. Daher verlangte er im Juni gegen teilweise Widerstände in der eigenen Regierung, dass keinerlei Zugeständnisse an Deutschland gemacht und der Krieg notfalls von Übersee aus weitergeführt werden sollte.

Schon am 13. Mai, in seiner ersten Rede als Premierminister, versprach Churchill seinen Landsleuten „nichts als Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß“ und stellte fest, dass der „Krieg gegen eine monströse Tyrannei, wie sie nie übertroffen worden ist, im finsteren Katalog der Verbrechen der Menschheit“ nur mit einem „Sieg um jeden Preis“ beendet werden dürfe. In seiner zweiten bekannten Rede aus dieser Zeit (We Shall Fight on the Beaches) stimmte er das englische Volk auf den Widerstand ein. Folglich ignorierte er auch das sogenannte Friedensangebot, das Hitler England in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli machte.

Invasionsgefahr und Luftkrieg

Churchill bestand erfolgreich seine ersten großen Herausforderungen im Amt: Ihm gelang die Evakuierung des geschlagenen britischen Expeditionskorps aus Dünkirchen in der Operation Dynamo und die Verhinderung einer deutschen Invasion. Die Grundlage dafür legte er unmittelbar nach seinem Regierungseintritt, indem er der Flugzeugproduktion oberste Priorität einräumte und Lord Beaverbrook die Verantwortung dafür übertrug. Als die Luftschlacht um England im August 1940 ihren Höhepunkt erreichte, war es maßgeblich dessen Leistungen und denen des Luftmarschalls Hugh Dowding zu verdanken, dass die Royal Air Force (RAF) dem Deutschen Reich die erste bedeutende Niederlage in diesem Krieg zufügen konnte.

Der Abwehr einer deutschen Invasion diente auch Churchills Befehl, das Gros der französischen Mittelmeerflotte zu versenken. Denn die neue französische Regierung unter Marschall Philippe Pétain hatte einen Waffenstillstand mit Deutschland geschlossen und verfolgte eine Politik der Kollaboration: Damit drohte die Marine des bisherigen Verbündeten in Hitlers Hände zu fallen. In einer Präventivaktion, der Operation Catapult, zerstörte die Royal Navy daher am 3. Juli 1940 mehrere französische Schlachtschiffe und Zerstörer, die vor dem algerischen Hafen Mers-El-Kebir ankerten. Dabei starben 1267 französische Marinesoldaten. Das Vichy-Regime brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien ab. Ein weiterer Grund dafür dürfte gewesen sein, dass Churchill dem damaligen Brigadegeneral und Staatssekretär im französischen Kriegsministerium Charles de Gaulle am 18. Juni 1940 ermöglicht hatte, über BBC seinen berühmt gewordenen Appell an seine Landsleute zu senden, in dem er sie zur Fortsetzung des Kampfes aufforderte. Am 8. August unterzeichneten Churchill und de Gaulle die Übereinkunft von Chequers, in der sich Großbritannien verpflichtete, die Integrität aller französischen Besitzungen sowie die „integrale Restauration und Unabhängigkeit und die Größe Frankreichs“ zu respektieren.

Der deutsche Invasionsplan (Unternehmen Seelöwe) wurde im Herbst 1940 immer wieder verschoben, bis er im Frühjahr 1941 schließlich aufgegeben wurde. In dieser Zeit flogen deutsche Bomber jedoch ständig Luftangriffe auf London und viele andere Städte in Südengland, die – wie beispielsweise Coventry – schwere Zerstörungen erlitten. Vom 25. August 1940 an ging auf Befehl Churchills auch die Royal Air Force dazu über, gezielt Wohngebiete deutscher Städte zu bombardieren, nachdem bereits zuvor Angriffe gegen Industrieanlagen etwa im Ruhrgebiet geflogen worden waren.

Die britische Bevölkerung sah in den Aktionen der Royal Air Force damals eine legitime Antwort auf die deutsche Kriegführung, die mit den Bombardierungen Guernicas, Warschaus, Rotterdams und der südenglischen Städte erstmals in der Geschichte schwere Luftangriffe auf zivile Ziele unternommen hatte. Spätestens Mitte 1944, als Briten und Amerikaner die uneingeschränkte Luftherrschaft über dem Reichsgebiet errungen hatten, erreichten die Flächenbombardierungen jedoch eine Eigendynamik, die auch Churchill nicht mehr stoppen konnte oder wollte. Während dieser Zeit wurden zahlreiche deutsche Städte in Schutt und Asche gelegt. Erst die hohe Opferzahl der Luftangriffe auf Dresden veranlasste Churchill, die Bombardements deutscher Städte einstellen zu lassen. Ganz am Ende des Kriegs distanzierte er sich von Luftmarschall Arthur Harris, den er 1942 zum Oberbefehlshaber des britischen Bomber Command ernannt hatte. Dieser hatte zu den Verfechtern des moral bombing gehört, also dem Flächenbombardement zur Brechung der Kampfmoral des Feindes und dieses stets als Auftrag seiner Regierung empfunden.

Die Großen Drei

Solange Großbritannien im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland allein stand, konnte Churchill nur dafür sorgen, dass es den Krieg nicht verlor. Ein Sieg aber, das war ihm bewusst, war nur im Bündnis mit den USA möglich. Er setzte daher auf ein gutes Verhältnis zu Franklin D. Roosevelt. Der US-Präsident aber konnte es vor seiner Wiederwahl im November 1940 nicht wagen, sein Land direkt in den Krieg zu verwickeln.

Dennoch erreichte Churchill, dass Großbritannien über den Nordatlantik mit lebens- und kriegswichtigen Gütern aus den USA versorgt wurde. Das Leih- und Pachtgesetz, das Roosevelt am 11. März 1941 durch den Kongress brachte, ging auf eine direkte Initiative Churchills vom Mai 1940 zurück. Es erlaubte der US-Regierung unter anderem, Kriegsschiffe an Großbritannien auszuleihen.

Am 14. August 1941 trafen sich Roosevelt und Churchill mitten im Atlantik auf dem SchlachtschiffHMS Prince of Wales“. Dort unterzeichneten sie die Atlantik-Charta, die mit ihren „Acht Freiheiten“ zur Grundlage der Nachkriegsordnung und der Vereinten Nationen werden sollte.

Bis dahin hatte sich Großbritanniens Lage bereits entscheidend verbessert. Schon Hitlers Ausgreifen auf den Balkan und Nordafrika hatte die Zahl deutscher Luftangriffe auf Ziele in Großbritannien verringert. Nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 stand das Vereinigte Königreich nicht mehr allein im Krieg. Trotz seines Misstrauens gegen Josef Stalin, der zunächst mit Hitler paktiert hatte, bot Churchill ihm nun sofort Unterstützung an. So kam es trotz der prekären Lage, in der sich Großbritannien befand, ab Oktober 1941 zur Lieferung von britischen und US-amerikanischen Hilfsgütern an die Sowjetunion.

Am 11. Dezember 1941 erklärte Hitler auch den USA den Krieg. Damit hatte Churchill endlich den gewünschten Verbündeten an seiner Seite. Unter den „Großen Drei“ – Roosevelt, Stalin und Churchill – sollte ihm am Ende zwar nur noch die Rolle des Juniorpartners der Amerikaner bleiben. Dennoch übte er weiter großen Einfluss auf die Kriegführung aus, nun schon mit Blick auf die Zeit nach Hitlers Niederlage. Denn klarer als Roosevelt erkannte er die Gefahr, dass dem von den Nazis beherrschten ein sowjetisch dominiertes Europa folgen könnte.

Ausdruck dieser Befürchtung war Churchills Mittelmeerplan. Wie schon in der Schlacht von Gallipoli im Ersten Weltkrieg wollte er die Kriegsgegner an ihrer schwächsten Stelle im Süden – diesmal in Italien – angreifen, dann die Alpen östlich umgehen, nach Österreich und ins Zentrum Deutschlands vorstoßen und zugleich die deutschen Truppen auf dem Balkan abschneiden. Damit wollte er die Chance wahren, den Krieg noch vor dem Vorstoß der Roten Armee bis weit nach Mitteleuropa hinein zu entscheiden. Ein erster Schritt zu diesem Plan war die „Operation Torch“, die Landung der Briten und Amerikaner in Nordafrika am 8. November 1942.

Auf der Konferenz von Casablanca vom 14. bis 26. Januar 1943 legten Churchill und Roosevelt die gemeinsame Kriegsstrategie fest. Roosevelt setzte dabei gegen Bedenken Churchills, der dies psychologisch nicht für klug hielt, die Forderung nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands durch.

Am 10. Juli 1943 landeten die Alliierten in Italien und nahmen Sizilien ein. Dies hatte den Sturz von Benito Mussolini zur Folge. Doch der Vormarsch der alliierten Truppen über die Apenninhalbinsel kam sehr viel langsamer voran, als sich Churchill erhofft hatte. Auf der Konferenz von Teheran vom 28. November bis 1. Dezember 1943 trafen er und Roosevelt erstmals mit Stalin zusammen: Dieser drängte nun auf die Eröffnung einer zweiten Front in Frankreich. Dabei wurde auch die so genannte Westverschiebung Polens beschlossen: Nach dem Kriegsende sollte die Sowjetunion die schon im Hitler-Stalin-Pakt gewonnenen ostpolnischen Gebiete behalten, dafür wurde Polens Westgrenze an die Oder-Neiße-Linie verlegt.

Auf dem Weg nach Teheran hatte Churchill in Ägypten Station gemacht. Auf der Konferenz von Kairo besprach er am 1. November 1943 mit Roosevelt und Chiang Kai-shek, dem Staatschef Chinas, das weitere militärische Vorgehen gegen Japan in Ostasien. Auf der zweiten Kairoer Konferenz am 26. Dezember setzte Churchill bei Roosevelt durch, dass die Verbündeten am Prinzip „Deutschland zuerst“ festhielten. Danach sollten die Kriegsanstrengungen im Pazifik erst nach dem Kriegsende in Europa forciert werden.

Am D-Day, dem 6. Juni 1944, fand mit der Operation Overlord schließlich die von Stalin lange geforderte alliierte Landung in der Normandie statt. In Frankreich kamen die Alliierten rasch voran und befreiten bereits im August Paris. Im Oktober erreichten ihre Truppen die Reichsgrenze bei Aachen. Um die weitere Zusammenarbeit der Alliierten in Europa und im Pazifik zu besprechen, traf sich Churchill vom 11. bis 16. September 1944 mit Roosevelt im kanadischen Québec.

Mit seinem Außenminister Anthony Eden besuchte er vom 9. bis 19. Oktober 1944 Moskau. Trotz der Erfolge der britischen und amerikanischen Truppen fürchtete er weiterhin, dass die Rote Armee schneller und weiter nach Mitteleuropa vorstoßen könnte als die Westalliierten. Daher verabredete er mit Stalin eine Aufteilung Mittel-, Ost- und Südosteuropas in Interessensphären. Rumänien, Bulgarien und Ungarn wurden dem sowjetischen Einflussbereich zugeordnet, Griechenland dem britischen. In Jugoslawien wollten beiden Mächte ihren Einfluss teilen. Churchill einigte sich mit Stalin ferner auf die Curzon-Linie als Polens Ost- und die Oder als Polens Westgrenze.[15]

Die Ardennen-Offensive der deutschen Wehrmacht im Winter 1944/45 verstärkte seine Bedenken noch, so dass er auf der Konferenz von Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945 zu weiteren Zugeständnissen an Stalin bereit war. Dort wurde nicht nur Deutschlands Aufteilung in vier Besatzungszonen beschlossen, sondern auch Europas Teilung in eine westliche und eine sowjetische Einflusssphäre, wie sie bis 1989 Bestand hatte. Churchill musste sich dabei nicht nur mit Stalin, sondern auch mit Roosevelt auseinandersetzen: Dieser war den Sowjets gegenüber sehr viel weniger misstrauisch und glaubte, sie nach dem Krieg in eine wirkliche Friedensordnung einbinden zu können.

Der Krieg ging nun rasch dem Ende zu. Im März, als die britischen Truppen am Rhein standen, stattete Churchill seinem Oberbefehlshaber, Feldmarschall Bernard Montgomery, einen Besuch ab und setzte mit ihm bei Wesel über den Strom. Am 8. Mai 1945 konnte er vor dem britischen Unterhaus die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte und damit den Sieg in Europa bekannt geben.

Nachdem Roosevelt am 12. April 1945 gestorben war, traf sich Churchill mit dessen Nachfolger Harry S. Truman und mit Stalin am 17. Juli auf der Potsdamer Konferenz, um über das weitere Vorgehen in Deutschland und gegen das noch kämpfende Japan zu beraten.

Erneut in der Opposition

Mitten in der Potsdamer Konferenz wurde Churchill als Premier von seinem bisherigen Stellvertreter Clement Attlee abgelöst. Die Unterhauswahl vom 26. Juli hatte dessen Labour Party gewonnen, weil sie den Briten bessere Schulen, bessere Wohnungen und ein staatliches Gesundheitswesen versprach. Churchills Wahlkampfprogramm – die Fortsetzung des Krieges gegen Japan und die Warnung vor einer Finanz-„Gestapo“ – schien den Wählern dagegen wenig zukunftsorientiert zu sein.

Für die nächsten sechs Jahre war er Oppositionsführer im Unterhaus. Er nutzte diese Zeit auch, um als weltweit geachteter Staatsmann auf aktuelle Chancen und Gefahren aufmerksam zu machen. Als einer der ersten hatte er schon im Krieg die Folgen der Gewaltpolitik Stalins erkannt. Bereits im Mai 1945 hatte er aus Furcht vor einem weiteren Vormarsch der Roten Armee nach Westeuropa den britischen Generalstab mit der Ausarbeitung von Operation Unthinkable beauftragt, einem Geheimplan für einen Angriff auf die Sowjetunion. Aufgrund militärischer und politischer Erwägungen wurde der Plan jedoch fallen gelassen. [16]Nun, nach dem Krieg, unterstützte Churchill Präsident Trumans Eindämmungspolitik gegenüber der Sowjetunion und prägte den Begriff „Eiserner Vorhang“ (s. u.) für die Grenze zwischen Ost- und Westeuropa. Er bestärkte die USA auch darin, ihr bis 1954 bestehendes Monopol auf Atom- und Wasserstoffbomben für offensive, gegen die Sowjetunion gerichtete politische Ziele zu gebrauchen.

Andererseits waren seine berühmten Reden vor der Akademischen Jugend in Zürich 1946 und dem Europarat in Straßburg 1949 zukunftsweisend: Darin schlug er die Schaffung der „Vereinigten Staaten von Europa“ vor, deren „erster Schritt eine Partnerschaft zwischen Frankreich und Deutschland“ sein müsse. Es kann kein Wiederaufleben Europas geben ohne ein geistig großes Frankreich und ein geistig großes Deutschland, sagte er und sprach weiter von der Notwendigkeit, der europäischen Völkerfamilie

[…] eine Struktur zu geben, unter der sie in Frieden, Sicherheit und Freiheit leben kann. Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa schaffen. Nur so können Hunderte Millionen von Werktätigen wieder einfache Freuden und Hoffnungen erlangen, die das Leben lebenswert machen.

Bereits 1930 hatte er sich in der Saturday Evening Post, begeistert von den Ideen des französischen Außenministers Aristide Briand, erstmals zu dieser Konzeption geäußert. Jetzt sah er darin einen pragmatischen Weg, den Hass zwischen den europäischen Völkern abzubauen und den Kontinent zu befrieden. Damit verband er das Kalkül, das infolge zweier Weltkriege verringerte politische Gewicht der europäischen Staaten gegenüber der USA und der Sowjetunion zu stärken. Großbritannien sollte nach seiner Vorstellung jedoch nicht in die neu zu schaffenden europäischen Strukturen eingebunden sein: Wir haben unsere eigenen Träume. Wir sind bei Europa, aber nicht von ihm. Wir sind verbunden, aber nicht eingeschlossen. Offenbar hoffte er, Großbritannien könne durch einen unabhängigen Kurs mit seinem atlantischen Partner USA auf Augenhöhe bleiben. Grundkonstante seiner Pläne blieb die Idee einer föderalen Union von Nationalstaaten, die in Freiheit und Wohlstand zusammenleben sollten.

Zweite Amtszeit und letzte Jahre

Mit Churchill als Spitzenkandidat errangen die Konservativen im Oktober 1951 einen knappen Wahlsieg, weil er diesmal die Wahlkampfthemen der Labour Party übernommen und den Briten eine Fortführung des staatlichen Wohnungsbauprogramms versprochen hatte. Innenpolitisch verlief seine zweite Amtszeit in Downing Street No. 10 weitgehend unspektakulär. In der Außen- und Kolonialpolitik dagegen musste er mit mehreren von der Vorgängerregierung geerbten Konfliktherden zurecht kommen. Er tat dies als weiterhin überzeugter Verfechter des Britischen Empire und des Kolonialismus.

Die iranische Regierung des Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh hatte Anfang 1951 die Erdölindustrie des Landes verstaatlicht, die bis dahin von Konzernen wie British Petroleum kontrolliert worden war. Churchill forderte und unterstützte die Maßnahmen des amerikanischen Geheimdienstes CIA, die schließlich zum Sturz Mossadeghs und zur Wiedereinsetzung von Schah Mohammad Reza Pahlavi führten.

In Malaya war bereits 1948 eine Rebellion gegen die britische Herrschaft ausgebrochen. Auch in der Kolonie Kenia schwelten Unruhen, die 1952 in den Mau-Mau-Aufstand mündeten. In beiden Fällen trat Churchill dafür ein, die Aufstände militärisch niederzuschlagen. Anschließend versuchte er aber, für alle Seiten politisch tragbare Lösungen zu finden. Die von ihm initiierten Friedensgespräche mit den Aufständischen in Kenia scheiterten allerdings kurz nach seinem Ausscheiden aus dem Amt. Für die malayischen Sultanate im heutigen Malaysia und für Singapur ließ er 1953 Pläne für die Unabhängigkeit ausarbeiten, die 1957 realisiert wurden.

Nach dem Tod Stalins im März 1953 bot Churchill der Sowjetunion überraschend die Auflösung der Blöcke und Schaffung eines gesamteuropäischen Sicherheitssystems an, eine Idee, die erst mehr als 40 Jahre später verwirklicht wurde.

Im selben Jahr erhielt er den Nobelpreis für Literatur für sein großes historisches Werk Der Zweite Weltkrieg. Die neue Königin Elisabeth II. schlug ihn wegen seiner Verdienste zum Ritter des Hosenbandordens. Den angebotenen Herzogstitel schlug Sir Winston in den Folgejahren aber mehrfach aus, um weiter für das Unterhaus kandidieren zu können.

Im Juni 1953 erlitt er zum wiederholten Mal einen Schlaganfall, der ihn zeitweilig amtsunfähig machte. Schließlich drängten seine Parteifreunde ihn 1955 zum vorzeitigen Rücktritt. Sein Nachfolger wurde Anthony Eden. Churchill ließ sich 1955 und 1959 noch einmal ins Unterhaus wählen, dem er mehr als 60 Jahre angehörte, trat aber als Redner nicht mehr in Erscheinung.

Nach seinem Rücktritt lebte er zurückgezogen noch weitere zehn Jahre. Er starb in seinem 91. Lebensjahr am 24. Januar 1965 – auf den Tag genau 70 Jahre nach dem Tod seines Vaters. Der Verstorbene wurde drei Tage lang in der Westminster Hall aufgebahrt und anschließend mit einem Staatsakt in der Saint Paul’s Cathedral geehrt. Beigesetzt wurde er in der Grabstätte seiner Familie auf dem Saint Martin’s Churchyard in Bladon in der Nähe seines Geburtsorts Woodstock.

Churchill im Urteil von Zeitgenossen und Nachwelt

Hitler wollte in seinem Gegenspieler nur „diesen Schwätzer und Trunkenbold Churchill“ entdecken, der ihn daran gehindert habe, „große Werke des Friedens“ zu vollbringen.[17] Ein 1993 in Oxford erschienenes Werk mit Beiträgen von 29 Historikern und Politikern würdigt Churchill dagegen als „vielleicht die größte Gestalt im 20. Jahrhundert“.[18]

Seine schillernde Persönlichkeit irritierte bereits seine Zeitgenossen und entzieht sich jeder eindimensionalen Beurteilung. Churchill verkörperte in seinem politischen Dasein mal den radikalen Sozialreformer, mal den reaktionären Imperialisten. Einerseits war er der viel beschworene Krieger, der mit seiner Härte und Skrupellosigkeit eher ins 18. Jahrhundert Marlboroughs zu passen schien, andererseits der Politiker, der die UNO und Europäische Union mitbegründen half und mit seiner Idee der „Vereinigten Staaten von Europa“ den Weg ins 21. Jahrhundert wies.

Keiner Partei, schon gar keiner Weltanschauung verpflichtet, wechselte er die politischen Lager, wann immer es ihm nötig und opportun erschien. Er war daher als unzuverlässig verschrien und wurde wegen seiner Ideen sogar von Freunden gefürchtet. Lloyd George beschrieb Churchills Verstand als eine „mächtige Maschine, doch […] wenn der Mechanismus versagte oder falsch lief, waren die Folgen verheerend.“ [19]

In der britischen Öffentlichkeit galt Churchill laut Sebastian Haffner noch bis zum Zweiten Weltkrieg als „brillant aber unsolide“.[20] Seine Zeitgenossen sahen es als unseriös und gefährlich an, dass Churchill eine Neigung dazu hatte, sich persönlich in riskante Situationen zu begeben, wie wie bei der Belagerung der Sidney-Street 1911 oder bei der Antwerpen-Expedition 1914. Weit ausgreifende aber letztlich gescheiterte Vorhaben Churchills - wie der Dardanellen-Plan und die Intervention im nachrevolutionären Russland - schienen ihr Urteil zu bestätigen. Der Schriftsteller H.G. Wells sprach für viele, als er den frühen Churchill mit einem „schwer zu behandelnden kleinen Jungen“ verglich, „der es verdient, übers Knie gelegt zu werden“.[21] Wells dürfte der britischen Mehrheitsmeinung aber auch Jahrzehnte später Ausdruck verliehen haben, als er kurz vor dem Zweiten Weltkrieg seine Ansichten zu Churchill revidierte: „Ich wage zu behaupten, das wir zu Churchill halten werden, der so viele Fehler gemacht hat, dass er keine weiteren mehr machen kann und der immerhin ziemlich gerissen ist.“ [22] Ganz ähnlich wandelte sich das Churchill-Bild im Werk des Karikaturisten David Low: Verspottete er Churchill bis in die 1930er Jahre noch als „Reaktionär“ und „politischen Abenteuer“, so solidarisierte er sich ab Mai 1940 mit dem gerade ernannten Kriegspremier in dem Cartoon „All Behind You Winston“.[23] Nach dem Sieg über Hitler 1945 zollte Low seinem einstigen Lieblingsfeind in der Karikatur „The Two Churchills“ als „leader of humanity“ seinen Respekt.[24]Churchill machte es Kritikern insofern leicht, da er höchst eitel sein konnte, stets auf seine Wirkung und den großen Auftritt bedacht. Aber er war auch fähig, eine große Rolle auszufüllen. So meinte General de Gaulle, der nicht zu seinen besten Freunden gehörte: „Churchill erschien mir (im Juni 1940) als ein Mann, der der gröbsten Arbeit gewachsen war – vorausgesetzt, sie war gleichzeitig grandios.

In seiner Außenpolitik ließ Churchill sich, wie er selbst es formulierte, von dem Prinzip der „Weltverantwortlichkeit“ leiten. Aufgrund der Erfahrung des Ersten Weltkriegs sah er die westlichen Demokratien – vor allem Großbritannien und die USA – in der Pflicht, eine ähnliche Katastrophe in Zukunft zu verhindern. Als Hauptgegner des Weltfriedens sah er nach 1918 zunächst die Sowjetunion, seit Mitte der 30er Jahre aber in zunehmendem und wegen seiner expansiven Politik gefährlicherem Maße Deutschland. Er bekämpfte die Appeasementpolitik seines Vorgängers Chamberlain, weil sie den Krieg, den sie vermeiden sollte, in seinen Augen nur umso wahrscheinlicher machte. Um das nationalsozialistische Deutschland zu schlagen, schreckte er auch nicht vor dem kriegsbedingten Bündnis mit Stalin zurück, das aus seiner Sicht das kleinere von zwei Übeln darstellte. Aber er betrachtete seine Arbeit 1945 erst als halb getan und gehörte zu den ersten, die eine Eindämmung der sowjetischen Expansionspolitik forderten.

Der britische Luftkrieg gegen deutsche Städte und die Zivilbevölkerung wird Churchill bis heute zum Vorwurf gemacht. Der deutsche Publizist Jörg Friedrich bezeichnete ihn deshalb als Massenmörder. Er kritisiert, dass im Rahmen des sogenannten moral bombing gezielt Wohngebiete angegriffen wurden, auch noch gegen Kriegsende, als dies keine militärische Bedeutung mehr gehabt habe. Der Historiker Frederick Taylor betont dagegen, dass Großbritannien nach dem Rückzug seiner Landstreitkräfte vom Kontinent Deutschland nur noch mit Hilfe der Royal Air Force angreifen konnte. Punktgenaue Angriffe auf rein militärische und industrielle Ziele seien zumindest in der Anfangsphase – zumal bei Nachtangriffen – technisch nicht möglich gewesen.

Worum man überhaupt kämpfe, wurde Churchill während des Zweiten Weltkrieges gefragt. Seine Antwort: "Wenn wir aufhörten zu kämpfen, würdet ihr es bald herausfinden."[25] Kurz und bündig befand Willy Bretscher, Chefredakteur der Neuen Züricher Zeitung: „Churchill rettete im Sommer 1940 Europa.“[26] Diesen Standpunkt teilen heute englische wie deutsche Historiker und Biografen. Trotz der Toten des Bombenkriegs, für den der Premier mit verantwortlich war, sind laut Christian Graf Krockow „dank Churchills Unbeugsamkeit Abermillionen von Menschen gerettet worden.“ [27] Arnold J. Toynbee urteilte Jahre nach dem Krieg: „Ohne Churchill läge die Welt heute in Ketten.“ Sein schwedischer Biograf Knut Hagberg pflichtete dem 1945 bei: „Wenn es Winston Churchill nicht gelungen wäre, England zum Kampfe zu wecken, dann würde es bald kein freies Land mehr in Europa gegeben haben.[28] Und Peter de Mendelssohn schrieb: „Andere mochten und mussten die Zukunft bewältigen. Er hatte bewirkt, dass es überhaupt eine Gegenwart gab.

Aus diesen und vielen ähnliche Äußerungen seiner Zeitgenossen geht hervor, was auch nach heutigem Forschungsstand als Churchills historische Lebensleistung gilt: dass er Hitlers Sieg verhindert hat. Er überzeugte die Briten in der scheinbar aussichtslosen Lage des Sommers 1940 davon, den Krieg noch nicht verloren zu geben, stärkte ihren Durchhaltewillen und legte die Grundlagen für die kommende Anti-Hitler-Koalition mit den USA und der UdSSR. Aus diesen Gründen sehen auch viele deutsche Churchill-Biografen wie Hans-Peter Schwarz, Christian Graf Krockow [29] und Sebastian Haffner[30] in Churchill, nicht in Roosevelt oder Stalin, den entscheidenden Gegenspieler Hitlers.

Als Churchill geboren wurde, stand das Britische Empire in seinem Zenit. Als er starb, war England zu einer Macht zweiten Ranges geworden. Er selbst mochte dies als Scheitern empfinden, aber de Mendelssohn schrieb dazu: „Merkmal der Größe kann nicht nur sein, was einer hienieden an Bedeutendem schafft. Vielmehr vermag echte Größe auch dem Weitblick, der Entschlossenheit und der unerschütterlichen Tatkraft innezuwohnen, mit denen einer sich der verderblichen Schöpfung in den Weg stellt und die Kräfte aufzurufen […] vermag, die dem Unheil die Straße versperren. Ein solcher war Winston Churchill.

Auszeichnungen, Ehrungen, Mitgliedschaften

Zitate

Werke

Literatur

 Commons: Winston Churchill – Bilder, Videos und Audiodateien
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  1. Der zweite Vorname, Spencer, ist dem ursprünglichen Familiennamen seiner Vorfahren väterlicherseits entlehnt; den dritten Vornamen, Leonard, erhielt er zu Ehren seines Großvaters mütterlicherseits, Leonard Jerome
  2. Dieser Familienmythos der Churchills und der Jeromes besagt, Jennie Jeromes Ur-Großmutter Anna Baker, verheiratete Willcox, sei entweder selbst aus der Verbindung einer Weißen und eines Irokesen hervorgegangen oder habe ihre Tochter Clarissa Hall außerehelich mit einem Irokesen gezeugt. Genealogische Beweise für die Richtigkeit dieser Behauptungen konnten bislang nicht erbracht werden. Jennie Churchills Biograf Ralph G. Martin beruft sich auf Spekulationen über Anna Willcox, die den Großteil ihres Lebens in Neuengland und Nova Scotia verbracht hatte: „[…] may have been raped by an Indian and [that her daughter] Clarissa Willcox may have been half-caste“ (Martin: Jennie. The Life of Lady Randolph Churchill, Bd. 1, London 1969). Elisabeth Snell vom britischen Churchill Center, einer Einrichtung die sich der Erforschung von Churchills Leben und der Pflege seines Andenkens widmet, bemerkt hierzu, dass es ebenso möglich sei, dass andere Kinder die junge Anna Baker aufgrund ihres dunklen Teints so lange mit der Indianer-Behauptung neckten, bis sie selbst an diese glaubte ([1]). Über die Kontroverse selbst urteilte Snell, dass „das Fehlen von Beweisen die Geschichte nicht unwahr mache, sie aber ebenso wenig verbriefe“. Als gesichert sei lediglich festzuhalten, dass der „Irokesen-Mythos“ existierte, und dass er weithin geglaubt wurde. Was Churchills eigene Haltung zu der Frage angeht, vermerkt Snell: „Sir Winston, to whose romantic nature the story (of Iroquois ancestors) appealed, was known to believe it, as did some members of his family […].“ Im gleichen Sinne äußert sich William Manchester (Manchester: Last Lion, London 1983). Churchills Enkelsohn, Winston Churchill Jr., äußert im Vorwort des Buches The Great Republic, das Churchills Schriften über die Vereinigten Staaten zusammenfasst, dass er selbst - mit Blick auf die, "auf eine sonderbare Weise düsteren Gesichtszüge" ("mysteriously dark features"), seiner Ur-Ur-Großmutter, Clarissa Willcox, auf einem Gemälde, das er von seinem Großvater geerbt habe - „geneigt sei, (an die Wahrheit der Behauptung) zu glauben“, es aber seinen Lesern anheimstellen würde, sich ein eigenes Urteil zu bilden (Churchill [Hrsg.]: The Great Republic. A History of America, London 2002).
  3. Winston S. Churchill: Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi (original: The River War. A Historical Account of the Reconquest of the Soudan, London 1899), Frankfurt 2008, ISBN 9783821862040, S. 7
  4. From London to Ladysmith via Pretoria und Ian Hamilton's March
  5. Roy Jenkins: Churchill, London 2001, S. 61 f.
  6. Hyam: Churchill at the Colonial Office, S. 357
  7. Dies belegen Memoiren vieler Zeitgenossen, etwa die von Helen Violet Bonham-Carter (Winston Churchill as I Knew Him, London 1965) oder Eduard von der Heydt (Auf dem Monte Veritá. Erinnerungen und Gedanken über Menschen, Kunst und Politik, Zürich 1958). Ein zeitgenössischer Beleg ist auch die Schlagzeile "Winston Churchill is out, OUT, OUT!", mit der die konservative Tageszeitung The Daily Telegraph 1908 Churchills Niederlage gegen William Joynson-Hicks bei einer Nachwahl in Manchester feierte. Dennoch ließ Churchill den Draht zu seiner alten Partei nie völlig abreißen und pflegte Kontakte zu einflussreichen Konservativen. So blieb ihm David Balfour im ganzen wohlgesinnt, Hugh Cecil trat 1908 als sein Trauzeuge auf, und der junge Konservative Lord Birkenhead, mit dem Churchill den politischen Klub The Other Club gründete, wurde damals sogar sein engster persönlicher Freund.
  8. Alan Moorehead: Churchill, München 1960, S. 49 f.
  9. Virginia Cowles: Churchill, Wien 1954
  10. Dietrich Aigner: Das Ringen um England. Das deutsch-britische Verhältnis. Die öffentliche Meinung 1933–39, München 1969, S. 154 f.
  11. Winston Churchill: The Truth about Hitler, in: „The Strand Magazin“, November 1935, S. 10 f.
  12. Klaus Larres: Churchill’s Cold War. The Politics of Personal Diplomacy, New Haven 2002, S. 31 f.
  13. Dietrich Aigner: Winston Churchill, in: Rolf K. Hocevar (Hrsg.): Die Epoche der Weltkriege, München 1970.
  14. Manchester: Last Lion, Boston 1983
  15. http://www.indiana.edu/~league/1944.htm
  16. Bob Fenton: The secret strategy to launch attack on Red Army, Daily Telegraph, Issue 1124, 1. Oktober 1998
  17. zitiert nach Sebastian Haffner: Winston Churchill, Reinbek 1967, S. 175; im gleichen Sinne auch: Henry Picker: Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier, Stuttgart 1976, S. 128 (Gespräch vom 21. März 1942): „Es sei schade, dass man eines besoffenen Kerls (Churchills) wegen Krieg führen müsse, anstatt Friedenswerken, so der Kunst, zu dienen.“; Hitlers Auffassung von Churchill als einem notorischen Trinker zeigt sich auch in dem von Krockow (Krockow: Churchill, S. 130) betonten, häufigen Gebrauch der Wendung von Churchill als dem „Whiskysäufer von der Themse“, die auch von Joseph Goebbels aufgegriffen wurde.
  18. zitiert nach Robert Blake, Roger Louis (Hrsg.): Churchill. A major new Assessment of his Life in Peace and War. Oxford 1993
  19. David Lloyd George: Mein Anteil am Weltkrieg, 2 Bde., Berlin 1933/1934. Lord Birkenhead äußerte sich ähnlich: "When Winston is right he is superb. When he's wrong, well, oh my God...".
  20. Sebastian Haffner: Historische Variationen, darin Kapitel: Churchill.
  21. Knut Hagberg: Winston Churchill, Stockholm 1945, S. 182.
  22. Zit nach Hagberg (s.o.): „Well, I dare say we will stick to Churchill, who has made so many mistakes that he can't make any more and who is rather clever anyhow.
  23. Cartoon im Evening Standard vom 14. Mai 1940. In dem Cartoon lässt Low die gesamte britische Bevölkeung symbolisch hinter Churchill treten, während dieser seine Ärme hochkrempelt um die Herausforderungen des Krieges anzunehmen.
  24. Karikatur im Evening Standard vom 31. Juli 1945.
  25. Runfunkrede vom 30. März 1940. Im Original: "If we stopped fighting you would soon find out" (zitiert nach University of Aberdeen: Aberdeen University Review, 1958, S. 403).
  26. Werner Vogt: Winston Churchill. Mahnung, Hoffnung und Vision. 1938-1946. Das Churchill-Bild in der Berichterstattung und Kommentierung der Neuen Zürcher Zeitung und die unternehmensgeschichtlichen Hintergründe, Zürich 1996, S. 10.
  27. Krockow: Churchill, S. 310
  28. Knut Hagberg: Winston Churchill, Zürich 1945, S. 215.
  29. Krockow: Churchill. Eine Biografie des 20. Jahrhunderts. Hamburg 1999, S. 8
  30. Haffner: Churchill, Reinbek bei Hamburg 1984.
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Personendaten
Churchill, Winston
Churchill, Winston Leonard Spencer
britischer Premierminister während des Zweiten Weltkriegs
30. November 1874
Blenheim Palace bei Woodstock (Oxfordshire)
24. Januar 1965
London