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Turks- und Caicosinseln

Turks and Caicos Islands

Turks- und Caicosinseln

Flagge Wappen
Amtssprache Englisch
Hauptstadt Cockburn Town
auf Grand Turk
Staatsform Britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs
Staatsoberhaupt und Regierungschef Elisabeth II.

Gouverneur: Richard Tauwhare
Regierungschef:
Dr. Michael Eugene Misick
Fläche 403 km²
Einwohnerzahl etwa 33.000 (Stand Ende 2006)
Währung US-Dollar
Nationalhymne God Save the Queen
Zeitzone UTC –4
Internet-TLD .tc
Telefonvorwahl +1 (649) siehe NANP

Die Turks- und Caicosinseln, manchmal auch nur Turks & Caicos genannt, sind ein Britisches Überseegebiet im Atlantischen Ozean. Es setzt sich aus den Inseln zweier Inselgruppen, und zwar der Caicos-Inseln und den Turks-Inseln zusammen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gesamtfläche aller Inseln beträgt etwa 430 km². Obwohl sie geographisch im Atlantik liegen, werden sie noch zur Karibik gezählt, die beiden kleinen Inselgruppen bilden die südöstlichen Ausläufer der Bahamas und liegen nördlich von Haiti.

Bevölkerung

Die Bevölkerung zählt Ende 2006 etwa 33.300 Menschen, welche sich selbst als Belongers bezeichnen, bestehend aus den Nachfahren afrikanischer Sklaven und einer gemischt europäischen Minderheit.

Geschichte

Ihr Name leitet sich einerseits vom endemischen Türkenkopf- oder Fez-Kaktus ab, und andererseits von der Bezeichnung für „Inselkette“ welche die Lucayan der Inselgruppe gaben. Die ursprüngliche indigene Bevölkerung bildeten die Taino, welche wahrscheinlich von den Lucayan verdrängt oder assimiliert wurden. Die indigene Bevölkerung war um die Mitte des 16. Jahrhunderts aufgrund von Krankheiten und Sklaverei ausgelöscht.

Über die Entdeckung der Inseln durch die Europäer gibt es verschiedene Theorien: Einige Historiker sind der Überzeugung, dass Christoph Kolumbus im Jahr 1492 nicht in San Salvador oder Samana Cay auf den Bahamas landete, sondern auf Grand Turk am heutigen Ankerplatz Hawks Nest. Offiziell gilt heutzutage aber Juan Ponce de León, der 1513 erstmals von den Inseln berichtete, als Entdecker der Inseln.

Im 17. Jahrhundert wurden die Inseln von Bermuda aus besiedelt und befanden sich später unter spanischer, französischer und britischer Kontrolle. Von 1776 bis 1848 waren sie Teil der Kolonie auf den Bahamas, von 1848 bis 1962 waren sie zu Jamaika gehörig bis zu dessen Unabhängigkeit, seit etwa 1976 gab es immer wieder Bestrebungen sich unabhängig zu machen, seit etwa 1982 ruhen diese Unabhängigkeitsbestrebungen allerdings.

1974 gab es erste Bestrebungen im kanadischen Parlament, die Inseln als elfte Provinz in den kanadischen Staatsverband aufzunehmen. Der Gesetzesvorschlag fand jedoch keine Mehrheit und wurde somit abgelehnt. Seit 2003 gibt es jedoch erneute Bestrebungen in diese Richtung. Dafür müsste jedoch Großbritannien die Inseln in die Unabhängigkeit entlassen.


Koordinaten: 21° 30' N, 71° 50' W