Heim

Oelde

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Oelde. Für den gleichnamigen Mönch und Architekten siehe Ambrosius von Oelde
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 50′ N, 8° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Warendorf
Höhe: 90 m ü. NN
Fläche: 102,63 km²
Einwohner: 30.127 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 294 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59302
Vorwahlen: 02522 (Oelde)
02529 (Stromberg)
02520 (Sünninghausen)
05245 (Lette)
Kfz-Kennzeichen: WAF
Gemeindeschlüssel: 05 5 70 028
Stadtgliederung: 4 Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Ratsstiege 1
59302 Oelde
Webpräsenz:
www.oelde.de
Bürgermeister: Helmut Predeick (CDU)

Die Stadt Oelde ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im Kreis Warendorf im Münsterland mit etwa 30.000 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden und -städte sind im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend: Beelen, Herzebrock-Clarholz, Rheda-Wiedenbrück, Langenberg, Wadersloh, Beckum, Ennigerloh

Stadtgliederung

Stadtteile sind

Stromberg

Der Ortsteil Stromberg hat 4555 Einwohner und liegt leicht südöstlich von Oelde an der Bundesstraße B61.

Stromberg wurde 1177 erstmals als Landesburg der Bischöfe von Münster (Westfalen) urkundlich erwähnt. Bis 1803 war es fürstbischöflicher Verwaltungsbezirk, bis 1975 eine eigenständige Titularstadt.

Dominierend sind Möbelindustrie, Landwirtschaft und Obstanbau (Pflaumen).

Lette

Lette liegt mit seinen 2236 Einwohnern im Norden des Oelder Stadtgebietes. Bevor Lette im Zuge der kommunalen Neugliederung im Jahr 1971 Oelde zugeschlagen wurde, wobei sich die Letter Bevölkerung mehrheitlich für Oelde aussprach, gehörte es zum Amt Herzebrock.

Von Oelde aus kommend liegt am Ortsanfang der größte Arbeitgeber dieses Ortsteiles, der Haushaltsgerätehersteller Miele.

Die im Ortskern liegende St.-Vitus-Kirche ist ein Bestandteil der Seelsorgeeinheit Oelde und wird von der Oelder Pfarrgemeinde St. Joseph federführend verwaltet.

Sünninghausen

Im Ortsteil Sünninghausen leben 1265 Einwohner. Um ihn zu erreichen, verläßt man Oelde in Richtung Süden. Im Ortskern sticht die Firma Tigges mit ihren Gussprodukten als Arbeitgeber hervor.

Weiterhin findet hier jedes Jahr am Karnevalssonntag der einzige Karnevalsumzug in Oelde statt.

Geschichte

Die Stadt Oelde wurde um 890 erstmalig urkundlich als „Ulithi im Dreingau“ im Urbar des Klosters Werden erwähnt.

1457 vernichtete eine Feuersbrunst die Stadt. Im Jahr 1498 zählte Oelde nach dem Wiederaufbau 750 Bürger. 1605 wütete ein weiteres Feuer und zerstörte insgesamt 18 Häuser, Scheunen und das Rathaus.

Im Jahr 1800 brach erneut ein Großfeuer aus, dem zwei Drittel aller Gebäude zum Opfer fallen. 1804 erhielt Oelde das Stadtrecht. 1847 wurde Oelde durch den Bau der Eisenbahnlinie Minden-Köln an das Eisenbahnnetz angebunden. Damit folgte auch die Industrialisierung der Stadt Oelde. Durch die internationale Presse ging Oelde 1880 mit der Geschichte vom Oelder Wind.

Die Jüdische Gemeinde Oelde bestand zwischen der Mitte des 17. Jahrhunderts und 1938.

1939 erhielt Oelde im Zuge des Baus der heutigen Autobahn A 2 eine eigene Abfahrt. In den fünfziger und sechziger Jahren kam mehrfach hoher Besuch nach Oelde. Diplomaten folgten der Einladung der Bundespräsidenten Heuss und Lübke zur Jagd auf Niederwild im Staatsforst Geisterholz. Diese Veranstaltung war allgemein bekannt als „Diplomatenjagd“. 1970 bis 1971 erfolgte die Eingemeindung von Lette, Sünninghausen und dem Kirchspiel Oelde. 1975 wurde Stromberg eingemeindet.

Die Stadt Oelde richtete im Jahr 2001 die bisher erfolgreichste Landesgartenschau in NRW mit mehr als 2,2 Millionen Besuchern aus. Das Hauptthema hieß Blütenzauber & Kinderträume. In das Gartenschaugelände wurde der damalige Bereich des Stadtparks mit eingebunden und mit weiteren Teilabschnitten renaturiert. Das Gelände wird seit Ende der Landesgartenschau kommerziell bewirtschaftet und trägt nun den Namen Vier-Jahreszeiten-Park.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Politik

Kommunalwahl 2004

Die Stadtratswahlen am 26. September 2004 ergaben folgendes Ergebnis:

Partei Wahlergebnis Anzahl der Sitze im Rat
CDU 48,1 % (−11,7 %) 15
SPD 21,1 % (−1,4 %) 7
FWG 13,6 % (+5,3 %) 4
FDP 8,7 % (+4,4 %) 3
Grüne 8,5 % (+3,5 %) 3

Bürgermeister: Helmut Predeick (CDU): 70,5 %

Stadtwappen

In Blau ein nach oben offener silberner (weißer) Halbmond, darüber ein sechsstrahliger silberner (weißer) Stern.

Mond und Stern sind ein selbstredendes Wappenschild, in dem symbolhaft die Worte des Kirchenpatrons Johannes des Täufers: „Jener (Christus) muss wachsen, ich (Johannes) muss abnehmen“, wiedergegeben sind.

Das Wappen ist am 16. März 1910 dem damaligen Amt Oelde verliehen worden und wird heute in Rechtsnachfolge von der Stadt Oelde genutzt.

Städtepartnerschaft

Im Rahmen der Kommunalverwaltungshilfe Ost entstand eine Städtepartnerschaft mit der Kreisstadt Niesky im Osten Sachsens.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke in Oelde

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Gemeindesteuern

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer beträgt 390 %. Die Hebesätze für Grundsteuer A bzw. Grundsteuer B liegen bei 175 % bzw. 340 %. Stand: 2005

Ansässige Unternehmen

Die heimische Wirtschaft wird durch die Möbel- und Holzindustrie, Maschinenbaubetriebe, einer Brauerei sowie einer über 350 Jahre alten Brennerei geprägt. Hinzu kommen die üblichen Handwerksbetriebe.

Banken

Bauindustrie:

Getränke:

Handelsunternehmen:

Holzindustrie:

Lebensmittel:

Maschinenbau:

Möbelindustrie:


Im Bereich Medien hat der Verlag Holterdorf eine dominierende Stellung. Neben der Tageszeitung Die Glocke hält der Verlag auch Anteile an dem lokalen Radiosender Radio WAF mit Sitz in Warendorf.

Verkehr

Der Bahnhof Oelde liegt an der Bahnstrecke Hamm–Minden. Er wird jeweils im Stundentakt vom RE 6Westfalen-ExpressDüsseldorfDortmundBielefeldMinden sowie von der RB 69Ems-Börde-BahnMünster–Hamm–Bielefeld bedient, sodass insgesamt ein Halbstundentakt besteht. Beide Linien werden von DB Regio NRW betrieben.

Mit der Anschlussstelle Oelde ist die Stadt an die Bundesautobahn 2 OberhausenBerlin angebunden. Parallel zur Autobahn verläuft durch den Stadtteil Stromberg die Bundesstraße 61.

In Oelde selbst gibt es eine Hauptverkehrsachse. Beginnend im Oelder Norden mit der „Warendorfer Straße“ bis in die Stadtmitte. Es schließt sich die „Konrad-Adenauer-Allee“ an die im späteren Verlauf in die Straße „In der Geist“ übergeht, welche direkt an der Autobahn vorbeiführt.

Persönlichkeiten

in Oelde geboren

mit Oelde verbunden

Sonstiges