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Massive Vergeltung

Massive Vergeltung (Massive Retaliation) war eine NATO-Strategie eines nuklearen Gegenschlags gegen potenzielle sowjetische Angriffshandlungen. Sie wurde am 9. Dezember 1952 angesichts der konventionellen sowjetischen Aufrüstung in Europa und dem amerikanischen Übergewicht an strategischen Atomwaffen in dem Dokument MC 14/1 festgelegt.

Diese neue Strategie erweckte vor allem in Frankreich die Befürchtung, dass die USA nur daran interessiert waren, ihre konventionellen Truppen in Europa zu reduzieren, und dass sie um so eher darauf hofften, dies tun zu können, je schneller der EVG-Vertrag ratifiziert sein würde. Die USA hätten dann ersatzhalber einen nuklearen Schild bereitgestellt.

Die Konzeption der Massiven Vergeltung wird in der Geschichtswissenschaft u. a. als Reaktion auf den Korea-Krieg gesehen.

Im Jahr 1967 wurde die Strategie der Massiven Vergeltung durch die Flexible Response abgelöst.

Siehe auch: Nuklearstrategie, Mutual assured destruction