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Plasmazelle

Plasmazellen sind Zellen des Immunsystems und dienen der Produktion und Sekretion von Antikörpern. Sie entsprechen dem letzten Stadium der Differenzierung der B-Zellreihe. Sie erscheinen im Lichtmikroskop als große ovale Zellen mit exzentrisch gelegenem Zellkern.

Haben aktivierte B-Zellen die Vorgänge im Keimzentrum erfolgreich durchlaufen, differenzieren sie über das Stadium der sog. Plasmablasten zu Plasmazellen und Gedächtnis-B-Zellen. Während Plasmablasten noch teilungsfähig sind, aber bereits Antikörper sezernieren, teilen sich terminal differenzierte Plasmazellen nicht mehr. Die Plasmazellen wandern in das Knochenmark, wo sie für lange Zeit von den Stromazellen des Knochenmarks Überlebenssignale erhalten und Antikörper sezernieren können. Die Gedächtniszellen wiederum vermitteln das immunologische Gedächtnis für dieses Antigen. Die Bildung solcher Gedächtniszellen ist beispielsweise die notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Impfung. Gedächtniszellen können bei erneutem Zusammentreffen mit dem Antigen schneller aktiviert werden und zu Plasmazellen differenzieren, was zu einer beschleunigten zweiten Immunantwort führt. Außerdem sind sie durch ihre Mutationen im membrangebundenen Antikörper bereits sehr affin für das Antigen.

Plasmazellen lassen sich durch die Expression von Oberflächenmarkern wie CD19, CD38 und CD138 (Mensch) charakterisieren. Früher wurde angenommen, dass die Expression von CD19 nach Wanderung ins Knochenmark verlorengeht, jedoch stammen diese Hinweise aus Versuchen mit Plasmozytomen, also Krebs-Plasmazellen. Neuere Untersuchungen weisen jedoch auf eine CD19-Expression auch auf terminal differenzierten Plasmazellen hin.