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Reinsberg (Sachsen)

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 0′ N, 13° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Freiberg
Höhe: 335 m ü. NN
Fläche: 49,75 km²
Einwohner: 3247 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09629
Vorwahl: 037324
Kfz-Kennzeichen: FG
Gemeindeschlüssel: 14 1 77 370
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Kirchgasse 2
09629 Reinsberg
Webpräsenz:
www.gemeinde-reinsberg.de
Bürgermeister: Bernd Hubricht (CDU)
Lage der Gemeinde Reinsberg im Landkreis Freiberg

Reinsberg ist die nördlichste Gemeinde des Landkreises Freiberg. Das acht Ortsteile umfassende Gemeindegebiet liegt östlich der Freiberger Mulde im Zentrum des Freistaates Sachsen. Mit der Gründung des Klosters Altzella Mitte des 12. Jahrhunderts und Silbererzfunden um Freiberg entstanden die ländlich geprägten Siedlungsgebiete in direkter Nähe zum heutigen Autobahndreieck Nossen der Bundesautobahnen A 4 und A 14.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Reinsberg befindet sich inmitten des östlichen Ausläufers des Erzgebirgsvorlandes zwischen dem Osterzgebirge und der Lommatzscher Pflege und ist mit dieser Lage nördlichste Gemeinde des Landkreises Freiberg. Die westliche Gemeindegrenze bildet die Freiberger Mulde. Von Süden ausgehend fließt nach Norden die Bobritzsch, welche innerhalb des Gemeindegebiets zwischen Bieberstein und Hirschfeld in die Freiberger Mulde mündet.

Geologie

Das Gemeindegebiet stellt in geologischer Hinsicht die Nordgrenze eines großflächigen durch kristalline Schiefer, bspw. Gneis, geprägten Raums dar, welcher sich weiter Richtung Süden vom Osterzgebirge bis zum mittleren Erzgebirge erstreckt.

Nachbargemeinden

Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Gemeinde Reinsberg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, genannt:

Gemeindegliederung

Ortschaften:

Geschichte

Reinsberg entstand im 12. Jahrhundert. Die Gründung des Ortes steht in Verbindung mit dem Auffinden von Silbererzen im Raum Freiberg. An der Freiberger Mulde entstand das Schloss Reinsberg.

Im Ortsteil Bieberstein befindet sich das Schloss Bieberstein.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl ist jeweils auf den 31. Dezember des angegebenen Jahres beziffert.

  • 1998 – 3409
  • 1999 – 3340
  • 2000 – 3350
  • 2001 – 3300
  • 2002 – 3276
  • 2003 – 3275
  • 2004 – 3301
  • 2005 – 3259
  • 2006 – 3247

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Wappen

Das Wappen des Ortes stellt auf dem Schild drei Hügel dar. Auf dem mittigen Hügel ist ein Nadelbaum angeordnet, auf dem linken und rechten steht jeweils ein Laubbaum.

Bauwerke

Bekannteste Bauwerke der Gemeinde sind die Schlösser Reinsberg und Bieberstein. Daneben haben regionalgeschichtliche Bezüge die Kirche zu Dittmannsdorf, welche die Schwester der einzigen erhaltenen Glocke der Dresdner Frauenkirche hat, die Kirche in Neukirchen, in der Kunz von Kauffungen nach seiner Enthauptung die letzte Ruhestätte gefunden haben soll, sowie das Geburtshaus Katharina von Boras in Hirschfeld. Der "BadePark" Reinsberg war 1978 vom "VEB Gaskombinat Schwarze Pumpe" als Freibad für Urlaubsgäste des Schloss Reinsberg errichtet worden. Die zeitlos moderne Architektur stammt aus der Feder von Studenten das Bauhaus Weimar und umschließt eine modern gestaltete Badelandschaft. Der BadePark dürfte somit ein "Unikat" in der Bäderlandschaft sein. Er grenzt unmittelbar an die "Lindenallee" und die Grabentour, einem bergbauhistorischen Wanderweg im gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet zwischen Reinsberg und Krummenhennersdorf.

Regelmäßige Veranstaltungen

Weit verbreitete Feste des ländlichen Raumes wie Walpurgisnacht, Maibaumfest, jährliche Feierlichkeiten von Vereinen, wie dem des Schützenvereins, welcher seit über 200 Jahren, jährlich das Vogelschießen austrägt und der Freiwilligen Feuerwehr haben in Reinsberg ihren Platz im Veranstaltungsjahr.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Reinsberg sind rund 200 Firmen und Gewerbetreibende angesiedelt. Ein Standortvorteil der Gemeinde ist die nahe Lage zu den Autobahnen A 4 und A 14.

Verkehr

Die Autobahn A 14 mit der Anschlussstelle Nossen Ost liegt zwei Kilometer entfernt, die Entfernung zur Anschlussstelle Siebenlehn der Autobahn A 4 beträgt vier Kilometer.