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Kung Fu (Fernsehserie)

Kung Fu ist der Name einer Fernsehserie aus den 1970er Jahren und ihrer Nachfolgeserie aus den 1990er Jahren, die einen jeweils von David Carradine verkörperten, Wushu (fälschlicherweise oft Kung Fu genannt) praktizierenden Kämpfer als Hauptfigur hat.

Inhaltsverzeichnis

Kung Fu – Die ursprüngliche Serie

Handlung

Die Fernsehserie Kung Fu (1972-1975) handelt von den Abenteuern eines (halb-)chinesischen Shaolin-Mönches namens Kwai Chang Caine, der auf der Suche nach seinem Halbbruder allein den Wilden Westen durchstreift. Dabei versucht er stets, die ihm begegnende ruppige, westliche Lebensart der Cowboys mit den im buddhistischen Kloster verinnerlichten Werten von Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit in Einklang zu bringen.

Die Serie traf offensichtlich den Zeitgeist. Zahlreiche bekannte Schauspieler spielten Gastrollen in einzelnen Folgen der Serie. Einzelne Folgen des Serie wurden mit Preisen ausgezeichnet, beispielsweise dem Emmy Award und dem Writers Guild of America Award. Obwohl die in der Serie gezeigte Kampfkunst kaum als herausragend bezeichnet werden kann, so trug die Serie doch zur Popularität der chinesischen Kampfkünste und zur fälschlichen Verwendung des Begriffes Kung Fu im Westen bei.

Es gibt Berichte, nach denen die Serie ursprünglich von Bruce Lee unter dem Namen The Warrior erdacht wurde und er die Idee mit den späteren Produzenten der Serie diskutiert habe.[1] Die Produzenten der Serie bestreiten dies jedoch. Jerry Thorpe (Regisseur) hatte sich zwar den damals noch relativ unbekannten Bruce Lee tatsächlich als Besetzung für die Hauptrolle gewünscht, doch nach dem Interview entschieden sich die Produzenten letztlich wegen seines starken Akzents gegen ihn.[2]

Sonstiges

Darsteller

Hörspiele

Vom Label Europa wurden 1989 drei Hörspiele mit Horst Frank als Sprecher des Lon Dsi (der die Rolle des Kwai Chang Caine ersetze um [Copyright]-Verletzungen vorzubeugen) vertont.

Kung Fu – Der Film

Zwischen den beiden Serien, kurz vor Beginn der Reihe Kung Fu – Im Zeichen des Drachen, wurde noch ein Fernsehfilm, in dem David Carradine den ursprünglichen (gealterten) Kwai Chang Caine spielt, produziert. Handlung: Caine trifft auf seinen Sohn – verkörpert durch Brandon Lee (quasi der Vater des K. C. Caine aus der „Im Zeichen des Drachen"-Serie, also der Großvater Peter Caines).

Der wesentliche Teil dieses Films fußt auf dem Vater-Sohn-Konflikt der beiden, da Caine Junior seinen Vater töten will, weil er glaubt, Kwai Chang hätte ihn und seine Mutter vorsätzlich verlassen, bzw. im Stich gelassen. Schließlich können sich die beiden aber im doppelten Sinne „zusammenraufen“, und Caine senior hat noch die Gelegenheit, seine Fähigkeiten durch Meditation ins Übersinnliche zu steigern, so dass er auch z. B. im Lotussitz zu schweben vermag.

Kung Fu – Im Zeichen des Drachen

Handlung

Der in der Gegenwart spielende, von 1993 bis 1997 produzierte Ableger Kung Fu – Im Zeichen des Drachen (Originaltitel: Kung Fu – The Legend Continues) behandelt das Schicksal des Enkels von Caine, eines verwitweten Shaolin-Mönchs, der ebenfalls den Namen Kwai Chang Caine trägt. Der Mönch (der wieder vom gealterten David Carradine gespielt wird) unterstützt mit Hilfe der asiatischen Kampfkunst und der chinesischen Mystik seinen Sohn Peter Caine bei der Aufklärung von Verbrechen. Peter ist unter der Obhut seines Vaters als Shaolin-Mönch erzogen worden; doch die fünfzehnjährige Trennung vom Vater nach der Zerstörung des Tempels hat ihn westlich beeinflusst, so dass er die Spiritualität und die andauernde Einmischung seines Vaters in die Polizeiarbeit und in sein Privatleben zunächst stark ablehnt.

Deutlich stärker als in der Originalserie spielen Geister, Amulette sowie der mystische Glaube an das Qi auch zur Aufklärung der Verbrechen eine entscheidende Rolle. Peter hält die überlieferten Traditionen seines Vaters zunächst für Humbug, bis er im Laufe seiner eigenen Entwicklung erkennt, dass diese mystischen Mächte auch ihn beeinflussen und er zur Erfüllung seiner Mission als Polizist und spiritueller Kämpfer auf diese verborgenen, von seinem Vater im Shaolin-Tempel erworbenen Lehren zurückgreifen kann.

Sonstiges

Darsteller

Einzelnachweise

  1. Interview mit Linda Lee (Bruce Lee's Frau) im Film Bruce Lee: Der Weg eines Kämpfers
  2. Interview mit Tom Kuhn in The Tao of Kwai Chang Caine: Production and Beyond auf der DVD-Sammlung The Complete First Season: Kung Fu