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Svalbard

Svalbard
Hauptstadt Longyearbyen
Staatsform Territorium Norwegens
Fläche 61.022 km²
Einwohnerzahl 2.921 (2007)
Währung Norwegische Krone
Zeitzone Mitteleuropäische Zeit (UTC +1)
Kfz-Kennzeichen ZN Gelb auf schwarzem Grund
Internet-TLD .no (wie Norwegen) eigentlich .sj, wird aber nicht verwendet
Vorwahl +47

Svalbard (deutsch Spitzbergen) ist eine von Norwegen verwaltete Inselgruppe im Nordatlantik und Arktischen Ozean. Im deutschen Sprachgebrauch hat es sich eingebürgert, die gesamte Inselgruppe nach der Hauptinsel Spitzbergen zu bezeichnen.

Die Besiedlung Svalbards erfolgte in erster Linie ab etwa 1900 wegen reicher Kohlevorkommen. In neuerer Zeit gilt Svalbard als „größtes Labor der Welt“ für Arktisforschung, zu dem auch ein Startplatz für Forschungsraketen gehört (SvalRak). Die Inselgruppe ist gemäß dem Spitzbergen-Vertrag eine demilitarisierte Zone.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Inseln liegen vollständig nördlich des Polarkreises zwischen 74° und 81° nördlicher Breite sowie zwischen 10° und 35° östlicher Länge. Die größten Inseln sind Spitzbergen (norwegisch Spitsbergen), Nordostland (Nordaustlandet), Barentsøya, Edgeøya und Prinz-Karl-Vorland (Prins Karls Forland). Aber auch kleinere Inseln, wie beispielsweise die südlicher gelegene Bäreninsel (Bjørnøya) und Hopen, das König-Karl-Land im Osten oder aber die im äußersten Nordosten Svalbards gelegene Insel Kvitøya zählen dazu.

Küste der Insel Prinz-Karl-Vorland

Die höchste Erhebung der Insel Spitzbergen ist der Newtontoppen, dessen Höhe meist mit 1717 m angegeben wird.

Die Küsten der Inseln sind, ähnlich wie die Westküste von Norwegen, stark zerklüftet und von Fjorden durchsetzt. Das Boot ist daher ein wichtiges Verkehrsmittel, besonders im Sommer, wenn die sumpfige Tundra nicht auf dem Landweg durchquert werden kann. Mehr als 60 Prozent der Landfläche von Svalbard ist von Gletschern bedeckt.

Die Inselgruppe ist tektonischen Aktivitäten ausgesetzt, die gelegentlich zum Auftreten kleinerer Erdbeben führen. Am 21. Februar 2008 ereignete sich das bisher stärkste Beben, in dessen Epizentrum etwa 140 km südöstlich von Longyearbyen die Stärke 6,2 auf der Richterskala gemessen wurde.[1] Dieses Erdbeben war zugleich das bisher stärkste in ganz Norwegen seit Beginn der Aufzeichnungen (seit ca. 100 Jahren).

In den vergangenen 600 Millionen Jahren driftete die Inselgruppe Svalbard aus der Südpolregion rund 15.000 Kilometer weit bis in die Nordpolarregion.[2]

Klima

Das Klima um Svalbard gilt als arktisch. Es ist das ganze Jahr kühl bei hohen Niederschlägen. Die Küstenregionen sind im Sommer nur für ca. sechs Wochen schneefrei, die Fjorde frieren im Winter nur zeitweise zu. Bei kühlen Sommern sind die Winter für die Lage so weit im Norden sehr mild, der warme Golfstrom zieht bis Svalbard und ist die Hauptursache dafür, dass die Inselgruppe überhaupt bewohnbar ist.

Im Sommer, der Anfang Juni sonnig beginnt und im September mit Nebel, Regen und Schnee endet, liegen die Temperaturen zwischen −2 °C und +17 °C. Im Winter ist es zwischen −25 °C und +5 °C kalt, und es gibt häufig Schneefall und Nebel. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei −4,5 °C.

Mitteltemperaturen auf Svalbard
Monat Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.
Grad Celsius –11,5 –11,6 –10,2 –7,3 −2,8 +1,9 +5,7 +5,0 +0,8 −4,4 −8,3 −10,3


Svalbard liegt weit nördlich des Polarkreises. In Longyearbyen dauert die Polarnacht vom 26. Oktober bis zum 16. Februar. Von Mitte November bis Ende Januar bleibt die Sonne mehr als 6° unter dem Horizont, es tritt also nicht einmal eine Dämmerung ein. Im Sommer geht die Sonne vom 20. April bis zum 26. August nicht unter. Die jährlichen Sonnenstunden betragen 1150 Stunden, wobei die meisten auf die Zeit zwischen Mai und Juli fallen.

Fauna

Für ganz Svalbard gültiges Eisbären-Warnschild

An größeren Landsäugetieren kommen nur das Ren, der Eisbär und der Polarfuchs vor.

Der Eisbär, dessen Population im Gebiet der Inselgruppe auf ca. 3.000 Tiere geschätzt wird, ist eigentlich ein maritimes Tier, da er sich hauptsächlich auf dem umliegenden Meereis aufhält. Er wandert mit der Packeisgrenze der Küste entlang, da sich dort seine bevorzugte Beute, die Robben, findet. Trotzdem muss auf der ganzen Insel jederzeit mit dem Auftauchen des Beutegreifers gerechnet werden. Es ist daher verboten, sich außerhalb von Siedlungen ohne geeignete Waffe oder ohne bewaffneten Führer aufzuhalten.

Die hier lebende Unterart der Rentiere, das Spitzbergen-Ren, ist kleiner als seine Verwandten in anderen Gebieten der Arktis. Es kommt nur auf Svalbard vor. Der Polarfuchs ist das kleinste der verbreiteten Säugetiere. Wegen seines weißen Fells wurde er früher intensiv mit Fallen bejagt.

Andere Landsäugetiere sind sehr selten bzw. fehlen. Die Feldmaus wurde um Longyearbyen schon gesichtet, wurde aber wahrscheinlich durch Schiffe eingeschleppt.

Die Zahl der Meeressäuger war vor dem Beginn des groß angelegten Walfangs bedeutend höher. Lange Zeit waren große Fangflotten unterwegs, die erst Grönlandwale und Nordkaper und später auch verschiedene Furchenwale bejagten. Narwale gab es schon immer nur wenige in diesem Gebiet, und die Anzahl der Weißwale, die noch im 19. Jahrhundert in den Fjorden der Inselgruppe gefangen wurden, ist heute stark dezimiert. Das gleiche gilt im verstärkten Maß für Walrosse, die vollständig von den westlichen Küsten vertrieben wurden. Andere Robben, die auf Svalbard vorkommen, sind die Sattelrobbe, die Ringelrobbe, die Bartrobbe und vereinzelt auch die Klappmütze.

Die Vogelwelt ist arm an Arten, lediglich 30 brüten auf den Inseln. Am häufigsten sind die Alkenvögel, die in riesigen Kolonien brüten. Dazu gehören die Dickschnabellumme, die Gryllteiste, der Krabbentaucher (ca. 1 Million Brutpaare), der Papageientaucher und die Trottellumme. Außerdem kommen verschiedene Möwenarten vor (Dreizehenmöwe, Eismöwe, Elfenbeinmöwe ua.), alle vier europäischen Raubmöwen, der Eissturmvogel, verschiedene Limikolen (am häufigsten der Meerstrandläufer), die Küstenseeschwalbe und der Sterntaucher. An Entenvögeln brüten die Kurzschnabelgans, die Ringelgans, die Weißwangengans die Eiderente und selten die Prachteiderente auf Svalbard. Im Landesinneren kommt das Alpenschneehuhn vor, die einzige Vogelart, die auch den Winter hier verbringt. Als einzige Singvogelart besiedelt die Schneeammer die Inselgruppe.

In Süßwasseransammlungen leben unzählige kleine Krebstiere, wobei die Art Lepidurus (Apus) glacialis, die an Kaulquappen erinnert, besonders ins Auge fällt.

Flora

Die Pflanzenwelt ist typisch für die hiesige Tundrenvegetation. Die meisten der hier vorkommenden 130 Blütenpflanzen findet man auch im skandinavischen Gebirge und auf Nowaja Semlja. Es gibt Steinbrecharten, Fingerkraut, Silberwurz und viele Wiesenpflanzen wie Gräser, Löwenzahn und Wollgras. Es gibt mehrere Weidenarten, von denen jedoch nur die Polarweide (Salix Polaris) häufig ist. Darüber hinaus ist die seltene Zwergbirke (Betula nana) der einzige „Baum“, der jedoch wie auch sämtliche Weidenarten nur am Boden kriecht und noch nicht einmal als Busch bezeichnet werden kann.

Moose bilden an vielen Stellen zusammenhängende Decken, die in den Senken im Landesinneren bedeutende Ausmaße erreichen. Den reichsten Bewuchs findet man entlang der Fjorde, die oft wolkenfrei sind, so dass das Sonnenlicht lange Zeit den Boden erreicht. Das umliegende Meer ist reich an Algen, die auch im Polarwinter unter der Eisdecke leben. Besonders auffällig sind Braunalgen, die bis zu drei Meter lang werden können. In Süßwassertümpeln leben Kieselalgen und Armleuchteralgen (Charophyceae). Schneealgen leben auf dem Schnee und färben ihn grün oder rot. Diese Färbung tritt vor allem im Sommer in der Nähe von Vogelkolonien auf, da der Kot der Tiere Stickstoff liefert.

An den Küsten wird eine große Menge von Treibholz angespült, das vorwiegend aus Nadelgehölzen, die von den sibirischen Strömen ins Nordpolarmeer transportiert wurden, besteht.

Bevölkerung

(Norwegische) Hauptstadt von Svalbard ist Longyearbyen auf der Insel Spitzbergen mit ca. 1.800 Einwohnern. Dort befindet sich auch die Universität UNIS. Des Weiteren gibt es die russisch-ukrainische Siedlung Barentsburg mit ca. 900 Einwohnern. Ny-Ålesund ist ein norwegisch-internationales Forschungszentrum, in dem zwischen 40 und 100 Forscher tätig sind (abhängig von der Jahreszeit). In Svea arbeiten bis zu 200 Grubenarbeiter, die aber als Pendler dort keinen festen Wohnsitz haben. Eine polnische Forschungsstation in Hornsund zählt acht Bewohner. Die russische Kohlegrube in Pyramiden wurde 1998 stillgelegt, die Siedlung selbst (zu Spitzenzeiten bis zu 1.000 Einwohner) wurde im Jahr 2000 aufgegeben. Ebenfalls aufgegeben wurde die ehemalige sowjetische Siedlung Grumant. Insgesamt hat Svalbard heute etwa 2.700 bis 2.800 ständige Einwohner.

Geschichte

Frühe Geschichte

Schon 1194 wurde in norwegischen Schriften Svalbardi fundinn („die kalte Küste gefunden“) erwähnt. Es wird vermutet, dass damit Svalbard gemeint war, es könnte jedoch auch Jan Mayen oder Grönland gewesen sein. Als eigentlicher Entdecker gilt Willem Barents, der am 25. Juni 1596 die Inselgruppe sichtete. Nach ihm ist der Ort Barentsburg und die Barentssee benannt. Er selbst benannte das Land nach den spitzen Bergen an der Westküste. Spitzbergen ist heute der Name der größten Insel Svalbards. Barents fand enorme Mengen an Walen und Walrossen vor. In der Folgezeit wurden daher zahlreiche Fangexpeditionen durchgeführt, die zu einer sehr schnellen Dezimierung der Wal- und Walroßbestände führten. Diese haben sich bis heute nicht nennenswert erholt.

Nachdem Henry Hudson 1607 die Inseln besuchte, war man an diesen als Jagdgelände interessiert. Als bekannt wurde, dass es in den umliegenden Gewässern viele Wale gab, kamen große Fangflotten nach Svalbard.

Anfänglich gab es oft Streitigkeiten zwischen den Schiffen der verschiedenen Länder. Daraufhin wurde 1619 entschieden, die Häfen zwischen den Nationen aufzuteilen. Britische Fangschiffe waren hauptsächlich zum Ende des 18. Jahrhunderts und am Anfang des 19. Jahrhunderts westlich von Svalbard unterwegs. Im Jahre 1788 gab es z. B. 255 britische Fangschiffe. Zwischen 1669 und 1778 reisten 14.167 holländische Schiffe zur Inselgruppe, die zusammen 57.590 Wale fingen. Der holländische Hauptort war Smeerenburg. Auch russische Jäger gab es auf Svalbard. Diese machten vor allem in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Jagd auf Weißwale, Eisbären, Polarfüchse, Walrosse und andere Robben.

Neuere Geschichte

Der Deutsche Karl Graf von Waldburg-Zeil unternahm 1870 in Begleitung des Forschers Theodor von Heuglin eine Forschungsreise nach Svalbard.

Longyearbyen, Sommer 2007

John Munroe Longyear gründete 1906 die erste Grubensiedlung und gab ihr den Namen Longyearbyen (etwa „Longyear-Stadt“). 1916 übernahm die norwegische Store Norske Spitsbergen Kullkompani die Grubenanlagen und Steinkohlevorkommen in und um Longyearbyen. 1920 wurde der Spitzbergen-Vertrag geschlossen. 1925 erlangte Norwegen die Souveränität über Svalbard. 1935 trat auch die Sowjetunion dem Spitzbergen-Vertrag bei.

Im September 1941 wurde der strategisch wichtige Zugang zum russischen Nordmeer von der deutschen Wehrmacht besetzt, aber am 14. Mai 1942 von der norwegischen Fritham-Expedition zurückerobert. Am 8. September 1943 zerstörte eine deutsche Flotte (Tirpitz, Scharnhorst sowie neun Zerstörer) einige Siedlungen. Es gab Tote und Verletzte, die Stadt Longyearbyen wurde nahezu vollständig zerstört.

Sämtliche Überbleibsel menschlicher Kultur aus der Zeit vor 1946 sind denkmalgeschützt und dürfen nicht verändert werden; das gilt insbesondere für die hölzernen Überreste von Grubenbahnen und Hütten.

Politik

Svalbard besitzt kein eigenes Parlament, sondern wird direkt von einem Repräsentanten der norwegischen Regierung geleitet. Dieser trägt den Titel Sysselman und ist gleichzeitig Polizeichef, Hilfsrichter und Inhaber anderer offizieller Funktionen. Er soll auch die Rechte und Pflichten sicherstellen, die Norwegen laut Spitzbergen-Vertrag obliegen. Die Hoheitsrechte innerhalb der 200-Meilen-Zone werden von Norwegen beansprucht, was allerdings umstritten ist, auch weil in der Arktis Bodenschätze vermutet werden.

Infrastruktur

Svalbard ist durch den internationalen Flughafen in Longyearbyen mit Norwegen und anderen Ländern verbunden. Weiterhin kommen im Sommer verschiedene Forschungs- und Touristenschiffe in die Häfen. Außerhalb der Ortschaften gibt es so gut wie keine befestigten Wege. So erfolgen die Transporte mittels Flugzeug, Schiff und Motorschlitten. Der größte Arbeitgeber der Inselgruppe, die norwegische Bergbaugesellschaft Store Norske Spitsbergen Kulkompani A/S, hat zwei eigene Flugzeuge, die für Transporte zwischen Sveagruva und Longyearbyen eingesetzt werden.

Wirtschaft

Bergbau-Denkmal in der russischen Siedlung Barentsburg

Da Norwegen aufgrund des Svalbard-Vertrags von Sèvres vom 9. Februar 1920 keine Einkünfte aus Svalbard beziehen darf, bleiben die eingezogenen Steuern auf der Inselgruppe. Dies hat zur Folge, dass das Steuerniveau im Gegensatz zu anderen norwegischen Gebieten sehr niedrig ist. Die Einkommenssteuer liegt unter 20 %, und eine Umsatzsteuer existiert überhaupt nicht. Dies wird jedoch teilweise dadurch kompensiert, dass gewisse Produkte, insbesondere Frischwaren wie Gemüse und Obst, aufgrund der hohen Transportkosten deutlich teurer sind als auf dem Festland.

Außerdem beinhaltet der Vertrag, dass die Inseln zwar zu Norwegen gehören, gleichzeitig aber haben alle Vertragsparteien das Recht, die Bodenschätze auszubeuten – diese Fragen waren mit der Entdeckung von Kohlevorkommen virulent geworden. Von diesem Recht machen von den 39 Ländern, welche den am 30. Juni 1925 in Kraft getretenen Vertrag unterzeichnet haben, heute nur Norwegen und Russland (Arktikugol) Gebrauch. Die Kohleförderung ist gemessen am Weltmarktpreis relativ teuer und damit nicht wirtschaftlich.

Heute arbeitet die Bevölkerung (hauptsächlich Norweger und Russen) der dünn besiedelten Insel in der Forschung, im Tourismus oder im Bergbau, vorwiegend in den Städten Longyearbyen und Barentsburg. Die beiden Städte sind untereinander nicht mit Straßen verbunden.

Auf Spitzbergen befindet sich auch ein Raketenstartplatz (SvalRak). Außerdem existieren zahlreiche Satelliten-Bodenstationen, vor allem für polare Erdbeobachtungssatelliten. SVALSAT (Kommerzielle Bodenstation) und TUBSAT-Bodenstation in Longyearbyen, BIRD-Bodenstation in Ny-Ålesund).

Pflanzensamenbank

Siehe Hauptartikel: Svalbard Global Seed Vault

Eingang zum SGSV

Am 26. Februar 2008 wurde eine Pflanzensamenbank offiziell eingeweiht, die von der norwegischen Regierung mit Unterstützung der EU, der Nordic Gene Bank und dem Global Crop Diversity Trust (GCDT) errichtet wurde.

Die Svalbard Global Seed Vault ist eine internationale Organisation, die es als ihre Aufgabe ansieht, weltweit Nutzpflanzen zu erhalten und die Ernährung der Weltbevölkerung sicherzustellen. Dabei soll auch dieser Samen-Bunker auf Spitzbergen dienen, der 120 Meter tief im Permafrost-Felsmassiv Spitzbergens liegt. Ziel der Pflanzensamenbank ist es, die wichtigsten Nutzpflanzenarten der Erde zu bewahren. Besonders die Sortenvielfalt von Pflanzen wie Reis, Weizen oder Gerste soll auf Spitzbergen vor genetischer Verunreinigung und vor Verlusten durch Atomkriege, Naturkatastrophen oder Pflanzenepidemien geschützt werden. Insgesamt sollen hier künftig 1,5 Millionen Pflanzensamenproben der weltweiten Nutzpflanzen lagern, die Kapazität reicht für 4,5 Millionen Samen. Alleine 70.000 Reissorten und 15.000 Bohnensorten werden bei −18 °C gespeichert. Die Samen kommen aus der ganzen Welt. 175 Länder planen, ihre Samenproben nach Spitzbergen zu schicken. [3]

Tourismus

Svalbard lebt auch vom Tourismus, die Hauptsaison ist im Sommer zwischen Anfang Juni und Mitte August. Dieser findet hauptsächlich um Longyearbyen statt oder auf Schiffen, die die Inselgruppe umrunden und dabei auch Landgänge anbieten. Da auf den Inseln Eisbären leben, ist es nicht erlaubt, die Ortschaften unbewaffnet zu verlassen. Für Wanderungen braucht man außerhalb der sogenannten Area 10 eine Genehmigung des Sysselmannes – im Area 10 (Longyearbyen, Barentsburg, Kap Linne, Sveagruva) und rund um Pyramiden und Ny Ålesund können Touren ohne Genehmigung unternommen werden. Ausrüstung und Bewaffnung sind erforderlich, eine Anmeldung für genehmigungspflichtige Touren sollte frühzeitig beim Sysselman erfolgen. Hierbei sind hohe Versicherungsprämien und Ausrüstungsstandards zu beachten.

Kultur

Für Svalbard existiert eine eigene norwegische Wochenzeitung, die Svalbardposten, und ein lokaler Fernsehkanal, Longyearbyen TV.

Einzelnachweise

  1. Artikel auf Spiegel online
  2. Artikel auf Spiegel online
  3. Siehe den Bericht auf http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/17/0,3672,7162769,00.html

Literatur

 Commons: Svalbard – Bilder, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 78° 54′ 18" n. Br., 18° 0′ 47" ö. L.