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Panzerbrigade 12

Panzerbrigade 12 „Oberpfalz"

Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. Juli 1956
Land Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Heer
Typ Stabilisierungsbrigade
Unterstellte
Truppenteile
Stabskompanie

Fernmeldebataillon 4
Aufklärungsbataillon 8
Panzerpionierbataillon 4
Logistikbataillon 4
Panzerbataillon 104
Panzergrenadierbataillon 112
Panzergrenadierbataillon 122

Stärke ~ 5000
Unterstellung 10. Panzerdivision
Sitz des Stabes Amberg
Kommandeur
Kommandeur BrigGen Lutz Niemann

Die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz ist eine ca. 5.000 Mann starke Brigade des deutschen Heeres mit Sitz des Stabes in Amberg. Die Brigade ist der 10. Panzerdivision (Sigmaringen) unterstellt. Der Verband ist als Teil der Stabilisierungskräfte des Heeres klassifiziert.

Inhaltsverzeichnis

Auftrag

Die Brigade führt das Gefecht der verbundenen Waffen auch in multinationalen Verbänden und sichert dazu auch die eigene Durchhaltefähigkeit und Ausbildungsfähigkeit. Die Brigade bereitet sich auf den Einsatz im Falle der Landesverteidigung oder im Falle eines Angriffes auf NATO Verbündete sowie als Verband zur Durchführung friedenserhaltender Missionen im multinationalen Verband vor. Dazu stehen als Hauptwaffensysteme der Brigade der Kampfpanzer Leopard 2 sowie der Schützenpanzer Marder zur Verfügung. Letzterer wird langfristig nach Verteilung an die Eingreifkräfte des Heeres durch den Schützenpanzer Schützenpanzer Puma ersetzt werden.

Verbandsabzeichen

Das Verbandsabzeichen der Panzerbrigade 12 blieb wie bei allen Brigaden auch nach Auflösung der ursprünglichen Divisionen unverändert. Es ist das Verbandsabzeichen der dritten Brigade (daher gelbe Umrandung) in der inzwischen aufgelösten 4. Panzergrenadierdivision, Regensburg, der die Brigade seit 1959 angehörte. Der pfälzische Löwe weist auf die frühere Zugehörigkeit zum wittelsbachischem Kurfürstentum der Pfalz beziehungsweise Bayern hin. Die bayerischen Rauten verdeutlichen die Verbundenheit mit dem Freistaat Bayern. Die zwei schräggekreuzten silbernen Schlüssel auf rotem Untergrund sind auch Teil des Regensburger Stadtwappens. In Regensburg war die 4.Panzergrenadierdivision stationiert. Die Schlüssel sind die Symbole des heiligen Petrus, des Patrons der Stadt und des Domes. Die Farben Rot und Silber entsprechen den Wappentinkturen verschiedener anderer Reichsstädte, und sind die alten Reichsfarben, wohingegen die gelbe Umrahmung des Wappens die Farbe der Brigade ist.

Gliederung

Die Brigade gleidert sich in:

Voraussichtlich ist damit die Aufstellung in die in der derzeit gültigen Heeresstruktur „Heer 2010 / Neues Heer“ vorgesehenen Gliederung abgeschlossen.

Geschichte

Heeresstruktur I

Am 1. Juli 1956 wurde die Kampfgruppe A 4 in Amberg aufgestellt. und untersteht zunächst der 4. Panzergrenadierdivision in Regensburg. Der Kampfgruppe unterstanden zunächst:

Heeresstruktur II

Am 16. März 1959 wurde die Kampfgruppe A 4 in der Heeresstruktur II in die Panzerbrigade 12 umgegliedert. Der Brigade unterstehen folgende Einheiten: Panzergrenadierbataillon 122, Panzerbataillon 123, Panzerbataillon 124, Panzeraufklärungskompanie 120, Panzerpionierkompanie 120, Flugabwehrbatterie 120, Versorgungsbataillon 126 und der Stab/Stabskompanie Panzerbrigade 12. 1963 wird die Panzeraufklärungskompanie 120 aufgelöst und der Brigade das Panzerartilleriebataillon 125 unterstellt. 1967 werden die Panzerjägerkompanie 120 und die ABC-Abwehrkompanie 120 unterstellt.

Heeresstruktur III

Die ABC-Abwehrkompanie 120 wird 1970 wieder aufgelöst. 1974 wird auch das Versorgungsbataillon 126 aufgelöst, gleichzeitig aber das Sicherungsbataillon 48 neu aufgestellt. 1975 folgt die Aufstellung der Instandsetzungskompanie 120 und der Nachschubkompanie 120 unter Verwendung von Teilen des Versorgungsbataillon 126.

Heeresstruktur IV

1981 wird das gemischte Panzerbataillon 121 aufgestellt. In der Heeresstruktur IV unterstanden der Brigade damit folgende aktive Truppenteile:

1984 wird das Feldersatzbataillon 45 aufgestellt. 1989 wird das Sicherungsbataillon 48 wieder aufgelöst, 1992 folgen das gemischte Panzerbataillon 121, das Panzerbataillon 124 und die Panzerjägerkompanie 120.

Nach 1990

1993 erfolgt die Verleihung des Beinamen "Oberpfalz" durch den Bundesminister der Verteidigung. 1993 wird die Brigade der 10. Panzerdivision unterstellt und bis 2004 stark umgegliedert (Auflösung: Panzerartilleriebataillon 125, Instandsetzungskompanie 120, Nachschubkompanie 120, Feldersatzbataillon 45, Panzerbataillon 123, Panzergrenadierbataillon 102; Unterstellung: Panzergrenadierbataillon 102, Panzergrenadierbataillon 112, Panzerartilleriebataillon 115, Panzerbataillon 104, Panzerjägerkompanie 110, Feldersatzkompanie 120, Gebirgspanzerbataillon 8). 1997 wird das Gebirgspanzerbataillon 8 allerdings ebenso wie die Panzerjägerkompanie 110 aufgelöst.

2001 wird die Brigade der 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig unterstellt. Das Panzerbataillon 383 gliedert sich in die Panzerbrigade 12 ein. 2003 werden das Panzerpionierbataillon 4 und das Logistikbataillon 4 der Brigade unterstellt, 2006 folgt das Fernmeldebataillon 4 und 2007 das Aufklärungsbataillon 8.

Seit 2006 ist die Brigade 2006 wieder der 10. Panzerdivision in Sigmaringen unterstellt.

Auslandseinsätze

Die Panzerbrigade 12 stellte folgende Einsatzkontingente (EinsKtgt):

Kommandeure

Die Kommandeure der Brigade waren (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
18 Brig.Gen. Lutz Niemann 2006 ---
17 Brig.Gen. Erhard Bühler 2003 2006
16 Oberst Bruno Kasdorf 2001 2003
15 Brig.Gen. Fritz von Korff 26. Juli 1996 1999
14 Oberst Ulrich Wolf 1. Januar 1994 1996
13 Oberst Dieter Henninger 1. Oktober 1991 30. September 1994
12 Brig.Gen. Andreas Wittenberg 1. Oktober 1985 30. September 1991
11 Brig.Gen. Reinhard Uhle-Wettler 1. Oktober 1982 30. September 1985
10 Oberst Wilhelm Jacoby 1. April 1979 30. September 1982
9 Brig.Gen Paul-Friedrich Strauß 1. Februar 1975 31. März 1979
8 Oberst Gerd-Hellmut Komossa 16. Dezember 1972 31. Januar 1975
7 Oberst Kurt von der Osten 1. Oktober 1970 15. Dezember 1972
6 Brig.Gen. Gerhard Jacobi 1. August 1965 30. September 1970
5 Brig.Gen. Hans Straden 1. November1962 31. Juli 1965
4 Oberst Kurt Rittmann 1. Juli 1959 31. Oktober 1962
3 Oberst Reinhard 1957 1959
2 Oberst Ernst Mangold 20. Juli 1956 1957
1 Oberst Anton Eder 1956 1956