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Profilbildung

Neben den sog. Profilbildungen (Schulschwerpunkte durch Koppelung von Grund- und Leistungskursen) in den Oberstufen an Gesamtschulen und Gymnasien in NRW findet man diesen Begriff auch schon für Neu-Entwicklungen in der Sekundarstufe I.

Mehrere Gesamtschulen haben in unterschiedlichen Modellen auf Entwicklungen in ihren Schulen reagiert. Zum Ende der Klasse 8 stellten sie fest, dass die Leistungsunterschiede der Jugendlichen so weit auseinander liegen, dass eine Binnendifferenzierung nur noch bedingt wirkungsvoll zu organisieren ist. Zudem haben nur noch wenige Jugendliche einen anderen, als den am Ende der Klasse 8 prognostizierten Abschluss erreicht. Es war zu beobachten, dass die Leistungen in den Stufen 9 und 10 überwiegend stagnierten oder nachließen. Gute Schüler schienen unterfordert und schwächere Schüler überfordert. Dieser Schwäche im Konzept der Gesamtschule versuchen einige Gesamtschulen mit dem Konzept der Profilbildung zu begegnen.

Im Wesentlichen erfolgt eine Neubildung von Klassen nach der Anzahl der E-Kurse, die am Ende der Klasse 8 belegt werden. Der Unterricht erfolgt dann wieder überwiegend im Klassenverband und im Klassenraum, sowie überwiegend bei den Klassenlehrern. Diese Maßnahmen verbessern die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern, sowie in den Klassen.

Organisatorisch erfolgt eine Koppelung von jeweils 2 Klassen.

Beispiel

Klasse 9.1 hat Schüler mit Mathe und Deutsch E-Kurs und Schüler mit 3 E-Kursen, passend dazu hat Klasse 9.2 Schüler mit Englisch E-Kurs und Schüler mit 3 G-Kursen.

Also findet in Englisch für beide Klassen der diffenzierte Unterricht statt. Die anderen Fächer werden im Klassenverband unterrichtet. Sollten sich Jugendliche verbessern oder verschlechtern, können sie ohne Klassenwechsel den entsprechenden Kurs in der gekoppelten Klasse besuchen.

Dieses Modell gibt es als Schulversuch seit 2002 an der Gesamtschule Bergheim bei Köln. Mehrere andere Gesamtschulen haben leicht andere Organsationsmodelle.