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Innerste

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Innerste

Innerste im Bergbaugebiet bei Clausthal

Daten
Lage In Niedersachsen
Länge 95 kmdep1
Quelle Bei Clausthal-ZellerfeldVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 615 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt
Mündung Bei Ruthe in die LeineVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Mündungshöhe 65 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied 550 mdep1
Flusssystem Weser
Einzugsgebiet 1264 km²dep1
Abflussmenge ca. 10 m³/s
Großstädte Hildesheim, Salzgitter
Kleinstädte Langelsheim, Sarstedt
Rechte Nebenflüsse Grane, Bruchgraben
Linke Nebenflüsse Neile, Nette, Lamme, Beuster

Die Innerste ist ein 95 km langer rechter Nebenfluss der Leine in Niedersachsen, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Der Name „Innerste“ stammt vom indogermanischen Indistra ab, was soviel wie kräftig oder anschwellend bedeutet. Ursprüngliche Bezeichnungen der Innerste waren auch Inste (1805), Inderste (1567), Indistria (1313), Entrista (1065) und Indrista (1013). Außerdem wird vermutet, dass sie um Christi Geburt den Namen Idistaviso getragen haben kann. Der Name ist also kein Superlativ und wird ohne Kasusendung dekliniert: Hildesheim liegt an der Innerste, nicht: an der Innersten.

Verlauf

Die Innerste entspringt auf rund 615 m ü. NN im Harz südöstlich von Clausthal-Zellerfeld nahe der Bundesstraße 242. Sie fließt bereits wenige Meter nach ihrer Quelle in den Entensumpf, einen im 16. Jahrhundert von den Clausthaler Bergleuten im Nordosten von Buntenbock angelegten Stauteich, der ursprünglich der Trinkwasserversorgung Clausthals diente und die erste von insgesamt sechs Staustufen der Innerste bildet.

Zwischen Langelsheim, wo sie den Harz verlässt und die Grane einmündet, und Baddeckenstedt fließt ein Teil des Innerstewassers in einem Karstgebiet unterirdisch in 30 bis 100 m Tiefe und mit bis zu 3 km Entfernung vom eigentlichen Fluss. Danach fließt die Innerste durch das südwestliche Stadtgebiet Salzgitters, nämlich durch den Schlosspark von Salzgitter-Ringelheim. Hinter Salzgitter erreicht sie Holle, wo die Nette zufließt, dann passiert ihr Wasser das Gebiet der Stadt Bad Salzdetfurth, wo die Lamme beim Ortsteil Groß Düngen einmündet.

Nachdem sie Hildesheim passiert hat, wo sie beim Dammtor zu einer Wildwasseranlage ausgebaut ist, mündet sie im nördlichen Landkreis Hildesheim bei Ruthe in die Leine.

Wasserwirtschaft und Geologie

An der Quelle ist die Innerste zunächst ein gering belasteter Fluss (Gewässergüteklasse (GWK) I-II), im weiteren Verlauf erreicht sie jedoch eine kritische Belastung (GWK II-III).

Aus den Halden des Erzbergbaus im Harz und aus den Rauchgasen bei der Verhüttung stammen Schwermetalle, die sich in den Sedimenten der Innerste ablagern, die Konzentration von Cadmium, Blei und Zink ist dort stark erhöht. Zum Schutz der Flussauen vor den Schwermetallen wurde daher die Innerste unterhalb von Langelsheim eingedeicht.

Vom Oberlauf bis Holle finden sich entlang der Innerste-Ufer seltene Schwermetallrasen.

Innerstetalsperre

Die Innerstetalsperre bei Lautenthal im Oberharz wurde 1963–1966 gebaut und gleicht mit ihrem Stauraum von 20 Mio. m³ Hoch- und Niedrigwasser aus. Der Erddamm ist 40 m hoch und 750 m lang. 2003 wurde das Wasser abgelassen, um bis 2005 Bauarbeiten am Hauptdamm und den Einrichtungen durchzuführen. Betreiber sind die Harzwasserwerke. Der Stausee (139 ha) kann üblicherweise mit Segel- und Ruderbooten und zum Angeln und am Rande zum Campen genutzt werden.

Nebenflüsse

Wichtige Nebenflüsse der Innerste sind flussabwärts betrachtet unter anderem die Grane, die von Osten kommend bei Langelsheim einmündet, die Neile, die zwischen Salzgitter-Ringelheim und Sehlde von Süden her mündet, die Nette, die westlich von Holle aus Richtung Süden heran fließt, und die Lamme, die dem Fluss bei Bad Salzdetfurth-Groß Düngen von Süden kommend zufließt.

Hochwasser 2007

Am 29. September 2007 brachen nach heftigen Regenfällen im Harz und Harzvorland bei Hockeln in der Nähe von Bad Salzdetfurth die Deiche der Innerste an mehreren Stellen, in Giesen und Ahrbergen wurden Straßenzüge und ein Industrie-Gebiet überschwemmt, im Landkreis Hildesheim wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Gemessen wurde ein Pegelstand der Innerste von 6,75 m, dem höchsten Pegelstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1952. Baddeckenstedt im Landkreis Wolfenbüttel wurde ebenfalls überflutet, der Bahnverkehr auf der Bahnstrecke Hildesheim–Goslar musste eingestellt werden. Auch in anderen Ortschaften entlang der Innerste kam es zu Schäden an Gebäuden, es gab jedoch keine Toten oder Verletzte.

Literatur

In den Künsten

Die Innerste ist eine Novelle von Wilhelm Raabe, darauf fußend eine Radierung von Eberhard Schlotter.