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Pininfarina

Battista "Pinin" Farina (* 2. November 1893 in Turin; † 4. April 1966) war ein italienischer Karosseriebauer, der sich zu einem international bedeutenden Autodesigner entwickelte. Er gründete 1930 die Firma "Carrozzeria Pinin Farina", die Vorgängerin der heutigen "Pininfarina S.p.a.". Die Firma entwarf zahlreiche Fahrzeuge der Marken Alfa Romeo, Ferrari, Fiat, Jaguar, Lancia, Maserati und Peugeot.

Im Jahr 1961 erhielt Battista "Pinin" Farina vom italienischen Staatspräsidenten auf Anregung des Justizministers die Erlaubnis, seinen Nachnamen in Pininfarina zu ändern. Mit dem Design des Einzelstücks Florida auf der Basis des Lancia Aurelia legte Pinifarina 1955 den Grundstein für eine halbes Jahrhundert automobiler Limousinen-Gestaltung in Europa und den USA. Dazu gehörten auch Modellreihen der British Motor Corporation (Austin A55 Cambridge Mk II, MG Magnette Mk III, Morris Oxford V, Riley 4/68, Wolseley 15/60) und den Peugeot 404 bis zu den Fiat-Serien 1800/2100 und 2300.

Viele Einzelanfertgungen auf der Basis von Lancia- und Ferrarimodellen waren die Attraktionen auf den internationalen Automobilmessen und festigten den weltweiten Ruhm des Designers. Eine besondere Beziehung pflegte Pininfarina auch zu Cadillac. Für diese Marke wurden 1958-1960 der Cadillac Eldorado Brougham und 1988-1993 der Cadillac Allante auch in der eigenen Produktionsanlage gefertigt.

Heutzutage sieht sich Pininfarina als Design- und Ingenieursdienstleister für die gesamte Automobilindustrie. Neben dem Entwurf von Fahrzeugen, der Ableitung von Karosserievarianten wie Cabriolets, Kombis oder Coupés bietet Pininfarina Unterstützung bei der Vorbereitung der Karosseriefertigung und fertigt kleine und mittlere Serien.

Inhaltsverzeichnis

Design

Die Designstudie Pininfarina Modulo [1] von Paolo Martin [2] wurde auf der Basis des Ferrari 512 S [3] konstruiert und 1970 auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt.

Derzeit befinden sich zahllose luxuriöse Topmodelle, die von Pininfarina entworfen oder abgewandelt wurden, in Produktion. Darunter Sportwagen von Ferrari, Luxuslimousinen von Maserati, aber auch viele normale Mittelklassefahrzeuge wie der chinesische Brilliance BS6, oder Minivans wie der Hyundai Matrix.

Auch im Schienenfahrzeugdesign hat sich Pininfarina einen Namen gemacht; zu den Entwürfen zählen die Lokomotive SBB Re 460, der InterCity-Neigezug SBB RABDe 500 und der italienische Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Auch die seit 2004 eingesetzten Züge der Straßenbahn Athen sind von Pininfarina gezeichnet.

Im Computerbereich entwarf Pininfarina ein Gehäuse, welches durch Spire Design hergestellt und vertrieben wird.

Produktion

Pininfarina stellt im eigenen Werk auch Fahrzeuge in kleinen und mittleren Serien her, beispielsweise den Fiat 124 Spider, diverse Cabriolets für Peugeot oder den Mitsubishi Pajero Pinin. Ab 2006 soll im Turiner Pininfarina-Werk unter anderem das erste Cabrio von Ford in Europa, Asien und Amerika mit einem klappbaren Hardtop montiert werden. Basis hierfür wird der Ford Focus sein.

Nach dem Ausstieg des Renault-Konzerns aus Matra erwarb 2004 Pininfarina dessen Anteile und plant mittelfristig, die Produktion im französischen Werk Romorantin-Lanthenay wieder aufzunehmen.

Aktuelle Produktion von Fahrzeugen

Aktuelle Produktion von Dachmodulen

Referenzen

Einzelnachweise

  1. Pininfarina Modulo
  2. Paolo Martin
  3. Ferrari 512 S

Literatur

Personendaten
Farina, Battista
Pinin
italienischer Automobildesigner
2. November 1893
Turin
3. April 1966