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Wagrien

Der Name Wagrien (Waierland, Wagerland) bezeichnet den nordöstlichen Teil Holsteins im Bundesland Schleswig-Holstein. Das sind in etwa die Landkreise Plön und Ostholstein. Wagrien (slawisch): Die an den Buchten leben. Wik: Kiel-Wik = Bucht

Die Schwentine, Grenzfluss Wagriens

Seit dem Mittelalter, und auf alten Karten noch ersichtlich, wurde Wagrien von der Kieler Förde bis zur Lübecker Bucht nach Nordosten von der Ostsee begrenzt, im Binnenland durch die Flüsse Schwentine und Trave. Heute wird meist nur noch die Oldenburgische Halbinsel (Ostholstein) als Wagrien bezeichnet.

Der Name Wagrien geht auf den slawischen Stamm der Wagrier zurück, der nicht nur die heute sog. Halbinsel Wagrien, sondern den gesamten Raum zwischen Kieler Förde, der mittleren Trave und dem Unterlauf des Flusses bewohnt hat, und zwar spätestens seit dem 8. Jahrhundert. Die zentrale Wagrier-Burg befand sich in Oldenburg in Holstein (damals Starigard = alte Burg), deren Wall noch heute existiert. Wichtige Orte der Wagrier waren Oldenburg und Alt-Lübeck (Liubice) sowie Plön (Plune).

Die höchste Erhebung der Halbinsel ist mit 168 m der Bungsberg.

Aktuelles

In der aktuellen Diskussion um eine Fusion der Landkreise Plön und Ostholstein kommt Wagrien erneut Bedeutung zu. So ist Wagrien im Gespräch als neuer Kreisname, den Anstoß hierfür gaben die örtlichen Kreisverbände der Jungen Union.[1][2]

Mittlerweile unterstützen auch weitere politische Jugendorganisationen diesen Namensvorschlag.[3]

Quellen

  1. Pressemitteilung der Jungen Union Plön/Ostholstein
  2. Pressemitteilung der Jungen Union Plön/Ostholstein
  3. Pressemitteilung der Jungsozialisten Kreis Plön