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Custodi di quella Fede

Custodi di quella Fede ist eine Enzyklika von Papst Leo XIII. Mit diesem Apostolischen Rundschreiben wendet er sich am 8. Dezember 1892 erstmalig nicht an ein Episkopat, sondern an das italienische Volk. Die Enzyklika trägt den Untertitel „über die Freimaurerei“. Mit gleichem Datum und dem Thema über die Freimaurerei wandte er sich mit der Enzyklika Inimica vis an die Bischöfe Italiens.

Inhaltsverzeichnis

An das italienische Volk

Der Papst beschreibt und beklagt die bedauernswerte Situation in Italien und einen Rückfall in das Heidentum. Der Verlust an Glaube und Sitte sei dermaßen gefährdet und die Abtrünnigen seien dem Laster ausgesetzt, schreibt er, er sehe daher eine große Gefahr und moralischen Zerfall des katholischen Glaubens. Wer sich den Freimaurern anschließen wolle, solle aber bedenken, dass er dann von der Kommunion und der Gemeinschaft der katholischen Christen ausgeschlossen würde.

Bedrohung durch die Freimaurerei

Zunächst erinnert er an die von ihm verfassten Enzykliken Etsi nos (1882), Humanum genus (1884) und an Sapientiae christianae (1890), mit denen dem Freimaurertum die Missbilligung entgegen gebracht wurde. Mit einem weiteren Schreiben Dall'alto dell'Apostolico Seggio (1890 ) habe er ebenfalls vor der Bedrohung, die von der Freimaurerei ausginge, gewarnt. Die satanische Absicht der Freimaurer sei der Angriff auf das katholische Sittlichkeitsgefühl und verstoße gegen die heiligen Maximen und den Gesetzen des Evangeliums. In den Freimaurerprogrammen gäbe es aber auch viele Widersprüche, die sich im Recht der Gesellschaft, dem organisierten Missbrauch und anderen Erscheinungsformen darlegen lasse. Er wirft der Freimaurerei ein unsoziales Verhalten vor, welches sich in Form von Zwietracht, Korruption und Verbrechen darstellen lässt. Weiterhin will er erkannt haben, dass durch die Freimaurerei dem Sozialismus und dem Kommunismus die Wege geöffnet würden und dieses zur Anarchie führen könne.

Die Kernaussage

Als Leitlinie für jeden italienischen Katholiken kann der Absatz 15 verstanden werden, er schreibt dort:

Ein jeder sollte Vertraulichkeit und Freundschaft mit jemanden meiden, der in Verdacht steht, zur Freimaurerei oder sonstigen ihr nahe stehenden Gruppierungen zu gehören. Erkennt sie an ihren Früchten und meidet sie. Jeder Kontakt sollte vermieden werden, nicht nur mit diesen frevlerischen Freigeistern, die öffentlich den Charakter der Sekte fördern, sondern auch mit all denjenigen, die sich hinter der Maske einer universellen Toleranz, Respekt für alle Religionen, …verstecken.

Abschließend ruft der Papst zum gemeinsamen Kampf gegen das Übel in der Gesellschaft auf, er appelliert an die Männer und Frauen nicht den Verführungen der Freimaurer zu erliegen. In den Schulen, in Organisationen, auf Kongressen und besonders durch das italienischen Volk müsse diesen Machenschaften entgegen gewirkt werden.

Siehe auch