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Myotom

Der Begriff Myotom (von griechisch MysMuskel“, tomos „Schnitt“) wird in der Embryologie und in der Neuroanatomie verwendet und charakterisiert ein Muskelsegment.

Embryologie

Beim Embryo ist das Myotom das muskuläre Ursegment. Während der Embryonalentwicklung entstehen im Rumpfbereich aus dem Mesoderm die Urwirbel (Somit). Aus derem dorsolateralen Teil bildet sich die Haut (Dermatom) und aus den tiefer gelegenen Zellen die Vorläufer der Muskelzellen (Myoblasten). Diese Zellen werden als Myotom bezeichnet. Im Kopf- und Halsbereich entstehen Muskeln aus unsegmentierten Myotomen.

Im Rumpfbereich gliedert sich ein Myotom in:

Anatomie

Infolge der segmentalen Anlage der Muskeln beim Embryo, zeigen die Muskeln auch beim Erwachsenen eine Zuordnung zu bestimmten Wirbelsäulensegmenten, genauer zu deren Spinalerven. Auch anatomisch ist ein Myotom die Muskulatur, die von einem Spinalnerven innerviert wird.

Aufgrund der Plexusbildung der Spinalnerven wird jeder anatomische Muskel der Gliedmaßen jedoch von mehreren Spinalnerven innerviert (plurisegmentale Innervation). Daher führt ein Ausfall einer Spinalnervenwurzel nicht zum Totalausfall des Myotoms, sondern es tritt nur eine unvollständige Lähmung (Parese) auf. Sind mehrere Segmente betroffen oder ist ein Plexusnerv geschädigt, so kommt es zu einer schlaffen (vollständigen) Lähmung (Paralyse).

Die afferenten Bahnen eines Spinalnerven aus der Muskulatur bezeichnet man als Mackenzie-Zone. Sie spielen eine Rolle beim Phänomen des übertragenen Schmerzes.

Siehe auch

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