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Leuchtstoff

Als Leuchtstoff werden allgemein feste Stoffe bezeichnet, die durch Anregung mit kurzwelligem Licht bis ins Ultraviolett oder Elektronenbeschuss sichtbares Licht erzeugen. Die Bezeichnung Phosphore (plural) leitet sich aus dem englischen Wort phosphor für Leuchtstoff ab. Die Bezeichnung Leucht-„Phosphor“ ist jedoch missverständlich, da Leuchtstoffe kaum elementares Phosphor aufweisen.

Inhaltsverzeichnis

Grundlagen

Die Leuchterscheinungen beruhen auf der Fluoreszenz (sofortige Lichtemission bei kurzwelliger Beleuchtung), der Phosphoreszenz (zeitverzögerte Lichtemission nach kurzwelliger Beleuchtung), Kathodolumineszenz (Lichtaussendung bei Elektronenbeschuss).

Leuchtstoffe sind oft anorganische, kristalline Stoffe, welche durch gezieltes Einbringen von Störstellen in das Kristallgitter eine technisch verwertbare Lichtausbeute erbringen. Es sind Reinheitsgrade der Ausgangsstoffe von bis zu 99,9999% erforderlich.

Die Leuchtstoffe basieren meist auf Sulfiden (Zinksulfid, Zink-Cadmium-Sulfid, Zinksulfid-Selenid) und Silikaten (Zinksilikat wie z. B. Willemit, Zinkberylliumsilikat) oder Zinkoxiden. Zinksulfid wird auch in selbstleuchtenden Radioaktiven Leuchtfarben eingesetzt.
Wichtige Elemente sind auch die Lanthanoide Europium (Eu) und Gadolinium (Gd) [1]:
Eu-dotiertes Y2O2S dient in Farb-Bildröhren als roter Leuchtstoff, Eu-dotiertes Y2O3 erzeugt in Energiesparlampen und anderen Fluoreszenz-Gasentladungslampen den roten Spektralanteil. Gadolinium wurde in Form des Terbium-dotierten Gd2O2S als grüner Leuchtstoff in Radarbildschirmen verwendet.

Parameter, wie Lichtfarbe von Fluoreszenz und Phosphoreszenz, Nachleuchtdauer und Effizienz, sind nicht nur von den eingesetzten Stoffen abhängig, sondern auch von deren Bearbeitung (Glühen, Mahlen, Abschrecken, atmosphärische Einwirkungen während dieser Vorgänge).

Anwendungen

Weitere lichtaussendende feste Stoffe werden im allgemeinen nicht als Leuchtstoff bezeichnet, zu deren Prinzipien der Lichtemission siehe auch unter Lumineszenz und Leuchtfarbe.

Literatur / Einzelnachweise

Einzelnachweise

  1. http://ruby.chemie.uni-freiburg.de/Vorlesung/metalle_7_1.html