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Einsteinium

Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Einsteinium, Es, 99
Serie Actinoide
Gruppe, Periode, Block Ac, 7, f
Aussehen silbrig-glänzend
CAS-Nummer 7429-92-7
Massenanteil an der Erdhülle 0 %
Atomar
Atommasse 252 u
Atomradius (berechnet) () pm
Elektronenkonfiguration (Rn) 5f117s2
Elektronen pro Energieniveau
Physikalisch
Aggregatzustand fest
Dichte (berechnet) 13,5 g/cm3
Schmelzpunkt 1133 K (860 °C)
Siedepunkt K ( °C)
Chemisch
Oxide (Basizität)
Normalpotential
Elektronegativität (Pauling-Skala)
Isotope
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
250Es

{syn.}

8,6 h ε 2,100 250Cf
α 6,880 246Bk
251Es

{syn.}

33 h ε 0,367 251Cf
α 6,597 247Bk
252Es

{syn.}

471,7 d α 6,760 248Bk
ε 1,260 252Cf
253Es

{syn.}

20,47 d α 6,739 249Bk
254Es

{syn.}

275,7 d α 6,618 250Bk
255Es

{syn.}

39,8 d β 0,288 255Fm
α 6,436 251Bk
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [1]

Keine Einstufung verfügbar

R- und S-Sätze R: siehe oben
S: siehe oben
weitere Sicherheitshinweise
Radioaktivität

Radioaktives Element
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Einsteinium (Symbol Es) ist ein chemisches Element des Periodensystems der Elemente mit der Ordnungszahl 99. Das Element gehört zur Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block). Es wurde Albert Einstein zu Ehren benannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Albert Einstein, 1921
Im Feuerball von Ivy Mike entstand Einsteinium

Einsteinium wurde zusammen mit Fermium im Jahr 1952 von den amerikanischen Forschern Greg R. Choppin, Stanley G. Thompson, Albert Ghiorso und B. G. Harvey entdeckt. Es wurde nicht gezielt im Labor hergestellt, sondern nach dem Test der ersten amerikanischen Wasserstoffbombe, Ivy Mike, am 1. November 1952 auf dem Eniwetok-Atoll entdeckt.[2] Einsteinium findet bzw. fand sich (wegen der kurzen Halbwertszeit) auch in den Korallenriffen des Atolls. Aus Gründen der militärischen Geheimhaltung wurden die Ergebnisse erst drei Jahre später (1955) publiziert.[3][4][5]

Die Bildung gelingt durch fortgesetzten Neutroneneinfang. Im Moment der Detonation ist die Neutronenflussdichte so hoch, dass der Atomkern zwischen den Neutroneneinfängen keine Zeit für den Betazerfall hat. Die Massenzahl steigt also stark an, ohne dass die Ordnungszahl steigt. Erst anschließend zerfallen die entstandenen instabilen Nuklide über viele β--Zerfälle zu stabilen oder instabilen Nukliden mit hoher Ordnungszahl:

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Einsteinium ist ein radioaktives, silbrig-glänzendes Metall, welches in gerade noch wägbaren Mengen herstellbar ist.

Chemische Eigenschaften

Die stabilste Oxidationsstufe für Einsteinium ist +3. Seltener ist es auch in der Oxidationsstufe +2 zu finden. In wässriger Lösung ist das Es3+-Ion blassrosa gefärbt.[6]

Isotope

Sämtliche bisher bekannten 16 Nuklide und 3 Kernisomere sind radioaktiv und instabil. Das Einsteinium 252Es ist mit einer Halbwertszeit von 471,7 Tagen das langlebigste Isotop. Die bekannten Massenzahlen reichen von 241 bis 256.

Siehe auch: Liste der Einsteiniumisotope

Verbindungen

Folgende Verbindungen von Einsteinium sind bekannt:[7]

Einzelnachweise

  1. In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, S. 1953. ISBN 978-3-11-017770-1.
  3. Ghiorso, A., Thompson, S. G.; Higgins, G. H.; Seaborg, G. T.; Studier, M. H.; Fields, P. R.; Fried, S. M.; Diamond, H.; Mech, J. F.; Pyle, G. L.; Huizenga, J. R.; Hirsch, A.; Manning, W. M.; Browne, C. I.; Smith, H. L.; Spence, R. W.: New Elements Einsteinium and Fermium, Atomic Numbers 99 and 100. In: Physical Review. 99, 1955. doi:10.1103/PhysRev.99.1048
  4. New Elements Einsteinium and Fermium, Atomic Numbers 99 and 100; Abstrakt.
  5. New Elements Einsteinium and Fermium, Atomic Numbers 99 and 100; Maschinoskript (23. Juli 1954).
  6. Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin, 2007, S. 1956. ISBN 978-3-11-017770-1.
  7. WebElements; aufgerufen am 2. Mai 2008.
  8. Einsteiniumiodid EsI3, fotografiert im eigenen Licht.

Web-Links

 Commons: Einsteinium – Bilder, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Einsteinium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik