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Sitzkrieg

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Der Sitzkrieg (französisch Drôle de guerre ("komischer Krieg"), englisch Phoney War, polnisch Dziwna wojna) bezeichnet die Situation am Westwall und der Maginot-Linie in der Zeit vom Ende des Polenfeldzuges bis zum 10. Mai 1940, als es während des Zweiten Weltkrieges an der Westfront nur zu unbedeutenden Kampfhandlungen kam.

Auf deutscher Seite galt ein Befehl Hitlers vom 31. August 1939: „Im Westen kommt es darauf an, die Verantwortung für die Eröffnung von Feindseligkeiten eindeutig England und Frankreich zu überlassen. Geringfügige Grenzverletzungen ist zunächst rein örtlich entgegenzutreten. Die deutsche Westgrenze ist an keiner Stelle ohne meine ausdrückliche Genehmigung zu überschreiten.“ [1] Zudem wurde der Sitzkrieg durch materielle Mängel wie unzureichende Munition und fehlende operative Planungen erzwungen und durch die Verzögerungstaktik der am Erfolg zweifelnden Führungsstäbe verlängert.

Der Sitzkrieg endete am 10. Mai 1940 mit dem Beginn des Westfeldzugs der deutschen Wehrmacht.

Der Begriff wurde von der britischen Presse geprägt und als ironisches Antonym von "Blitzkrieg" gebraucht. Verwendung in jüngerer Zeit erfuhr der Begriff während des Golfkrieges von 1991, als die alliierte Strategie zunächst vor allem auf einen massiven Luftschlag setzte, während die Fronten vor Kuweit noch ruhten.

Fußnoten

  1. Zitiert nach: Hans-Walter Herrmann: Saarbrücken unter der NS-Herrschaft. In: Rolf Wittenbrock: Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 2. Saarbrücken, 1999, S. 256