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Club of Rome

Der Club of Rome ist eine nichtkommerzielle Organisation, die einen globalen Gedankenaustausch zu verschiedenen internationalen politischen Fragen betreibt. Die Organisation hat ihren Sitz in Hamburg, wird diesen aber auf den 1. Juli 2008 nach Winterthur (Schweiz) verlegen.

Der Club wurde 1968 gegründet. Die Idee stammt von dem italienischen Industriellen Aurelio Peccei, einem damaligen Mitglied der Firmenleitung von Fiat und Olivetti und Präsident der Unternehmensberatung Italconsult, sowie dem Schotten Alexander King, Direktor für Wissenschaft, Technologie und Erziehung bei der Pariser Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Es gelang ihnen, eine Konferenz zu den Zukunftsfragen der Menschheit in der Accademia dei Lincei in Rom zu organisieren, die jedoch nicht zu dem gewünschten Erfolg führte. Nach dem Ende der Konferenz trafen sich sechs der Teilnehmer: Aurelio Peccei, Alexander King, Hugo Thiemann, Max Kohnstamm, Jean Saint-Geours und Erich Jantsch. Die Gruppe beschloss, ihre Ideen weiter zu verfolgen und gab sich den Namen „Club of Rome“.

1973 erhielt der Club of Rome den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels als bisher einzige Organisation anstelle einer Einzelperson.[1]

Inhaltsverzeichnis

Mitgliederauswahl

Mitglieder des Club of Rome International

Präsidenten

Ziel/Anliegen

Im Allgemeinen wird das gemeinsame Ziel aller Clubmitglieder wie folgt formuliert: „Unser Ziel ist die gemeinsame Sorge und Verantwortung um bzw. für die Zukunft der Menschheit!“

Wirken und Wirkung

Bis heute trat der Club of Rome im Grunde nur einmal in bedeutendem Ausmaß öffentlich in Erscheinung – und zwar mit dem 1972 veröffentlichten Bericht Die Grenzen des Wachstums, der von Dennis Meadows zusammengestellt worden war. Mit dieser Studie wurde erstmals unter Verwendung von System Dynamics im Rahmen verschiedener Szenarien eine Prognose für die zukünftige Weiterentwicklung der Welt erstellt.

Seit 1972 wurden neben anderen Publikationen 33 sogenannte „Berichte an den Club of Rome“ angenommen, die sich mit verschiedenen Themen vor allem unter dem Gesichtspunkt der zukünftigen Entwicklung befassen. Die Berichte werden von externen Experten oder Mitgliedern des Club verfasst, zur Begutachtung vorgelegt und als Bericht angenommen – oder abgelehnt. Sie werden aber nicht vom Club als Organisation verfasst oder herausgegeben.

Der Club of Rome ist Mitinitiator der Initiative für einen Global Marshall Plan.

Veröffentlichte Studien

Siehe auch

Organisation

Unter den Bezeichnungen Club of Rome, National Association des Club of Rome und tt30 (Think Tank 30) ist ein Netzwerk formal unabhängiger, durch gemeinsame Ideen verbundener Organisationen aktiv. Da es heute eine größere Zahl von National Associations und tt30s gibt, wird der ursprüngliche Club of Rome zur Unterscheidung gelegentlich mit „Club of Rome International“ bezeichnet, insbesondere dann, wenn die Möglichkeit einer Verwechslung besteht.

Deutsche Gesellschaft Club of Rome

Die Deutsche Gesellschaft Club of Rome wurde 1978 im Haus Rissen (Hamburg) gegründet. Sie hat sich, ähnlich wie weitere 22 nationale Gesellschaften in anderen Ländern, zum Ziel gesetzt, die Ideen und Arbeiten des Club of Rome der interessierten Öffentlichkeit in Deutschland nahezubringen, vor allem aber Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik zu einem konstruktiven Meinungsaustausch über die Zukunftsfragen der Menschheit zusammenzuführen. Aktuelle Projekte der Deutschen Gesellschaft Club of Rome sind die Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC), die Global Marshall Plan Initiative und die Club of Rome-Schulen Deutschland.

Vorstand

Think Tank 30 der Deutschen Gesellschaft Club of Rome (tt30 Deutschland)

Am Tag der Deutschen Einheit 2004 wurde in Hamburg der Think Tank 30 (tt30) Deutschland unter dem Dach des Club of Rome gegründet. Der Think Tank ist ein Netzwerk junger Leute um die 30, die sich mit Zukunftsfragen auseinandersetzen. Als unabhängige Gruppe trägt er zu gesellschaftlichen Debatten bei und formuliert Empfehlungen für eine langfristige Politik. Der Think Tank ist ein nationales Forum, das interdisziplinär und interkulturell ausgerichtet ist. Er will die Diskussion um Zukunftsverantwortung und Nachhaltigkeit präzisieren, mit kritischen Impulsen die Menschen in Deutschland ansprechen und für eine weltweite Perspektive begeistern. In Arbeitsgruppen schreiben die Mitglieder des Think Tanks gesellschaftspolitische Texte, führen künstlerische und satirische Aktionen durch und organisieren Projekte und Gesprächsrunden. Jährlich finden zwei Tagungen für alle Mitglieder des Think Tanks statt.

Literatur

Siehe auch

Einzelnachweise und Quellen

  1. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, Tages-Anzeiger vom 7. Oktober 2006
  2. Nein zum «Club of Rome», Der Landbote vom 25. Februar 2008
  3. Winterthur schnappt sich Club of Rome, Tages-Anzeiger vom 21. April 2008